Newsticker
RKI meldet 12.257 Neuinfektionen und 349 Todesfälle
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Donauwörther Wetterexperte: Der April war untypisch

Donauwörth

02.05.2020

Donauwörther Wetterexperte: Der April war untypisch

Auch das gehört zum Wassersparen: Für die Bewässerung des Gartens sollte so weit wie möglich Regenwasser genutzt werden.
Bild: Ina Fassbender, dpa

Plus Sehr viele Stunden Sonnenschein hatte der sonst eher wechselhafte Monat parat.

Der April präsentierte sich als überaus warmer und sonniger Bilderbuch-Frühlingsmonat bei einem enormen Defizit an Niederschlag.

Der Monat startete in den ersten Tagen zwar mit Nachtfrost, dafür aber mit ganztägigem Sonnenschein. Nur die niedrigen Tagestemperaturen trübten das Bild. Doch ab dem 5. April ging es dank eines kräftigen Hochs über Osteuropa täglich bergauf, und am 7. April erreichte das Thermometer 23 Grad, der Frühling war voll angekommen. Diese hocherfreuliche Wetterlage erreichte am Ostersonntag mit 23,9 Grad ihren ersten Höhepunkt.

Täglich Sonne, fast kein Niederschlag

So erlebten wir ein völlig april-untypisches Wetter mit täglichem Sonnenschein und keinerlei Niederschlag. Damit wurde die Serie der zu warmen Monate dieses Jahres fortgesetzt, und der Monat erwies sich als dritt-wärmster April seit 1983.

Einen erheblichen Temperatursturz von 23 Grad auf nur 8 Grad verursachte allerdings am 14. April Kaltluft aus dem Norden, die sogar zu zwei Tagen mit Nachtfrost führte. Doch drei Tage später war der Spuk vorbei, und wir erzielten den ersten Sommertag des Jahres. Da ließ ein Gewitter am 18. April dann nicht auf sich warten, verbunden mit dem ersten kräftigen Regenschauer des Monats. Das war aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn unser „Sonnen-Hoch“ führte zu Sonnenschein, wobei heftiger Wind die Böden austrocknete.

Waldbrandgefahr mit hohen Werten

Damit drängte sich das Thema Trockenheit nach zweimonatiger Pause wieder auf die Tagesordnung. Bereits seit dem 30. März war kein Tropfen Niederschlag gefallen, und das dauerte bis zum 18. April an. Somit erlebten wir mit über 19 Tagen die im bisherigen Jahresverlauf längste Trockenperiode. Wenig verwunderlich, dass die Waldbrandgefahr hohe Werte erreichte, und sowohl die Landwirte als auch der Wald Probleme bekamen. Unerreicht bleibt trotzdem der April 2007, in dem nur 1,6 Liter pro Quadratmeter Regen fielen.

Sinkender Luftdruck in der letzten Woche des Monats kündigte einen Wetterwechsel an, und am 28. April kam es endlich zum ersehnten Regen, wenn auch in überschaubarer Menge.

Hervorgehoben werden muss das Thema „Sonnenschein“. Wir waren zwar von der Rekord-Sonnenscheinzeit des April 2007 mit seinen 325 Stunden weit entfernt, doch es wurden erstaunliche Werte erreicht. 17 Tage mit zehn bis zwölf Stunden Sonnenschein sind im April ungewöhnlich, genau wie das Endergebnis von 272 Sonnenstunden (normal 160).

Lesen Sie dazu auch:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren