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11.07.2020

Drei größere Projekte in Daiting

Die Bindergasse in Daiting wurde in den vergangenen Jahren – hier ein Bild von 2018 – neu ausgebaut.
Bild: Widemann

Räte verabschieden Haushalt für 2020

Drei Projekte bestimmen in diesem Jahr den Haushalt der Gemeinde Daiting: die Abwasserentsorgung im Ortsteil Natterholz, ein neues Feuerwehrfahrzeug und der Neuausbau der Bindergasse in Daiting. Um diese Vorhaben und alle weiteren Maßnahmen finanzieren zu können, muss die Kommune neue Schulden machen.

Mit dem Zahlenwerk zeigte sich der Gemeinderat nun einstimmig einverstanden. Nach Auskunft von Bürgermeister Roland Wildfeuer fällt bei der Bindergasse ein Restbetrag von 600000 Euro an. Bekanntlich wurde die Fahrbahn mit den Nebenbereichen samt Spielplatz erneuert. Beiträge von den Anwohnern werden nach der Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung nicht mehr kassiert. Laut Wildfeuer hat der Freistaat Ausgleichszahlungen zugesichert. Die würden aber die Kosten nur zum Teil decken.

In Natterholz wird die dortige Teichkläranlage aufgelöst. Das Abwasser aus dem Ortsteil wird dann über eine Druckleitung ins Klärwerk nach Daiting gepumpt. Geplant ist unter anderem der Bau der Leitung, eines Pumpwerks und eines Regenüberlaufbeckens. Auf heuer entfällt voraussichtlich ein Kostenanteil von 450000 Euro, so Wildfeuer. Die Bürger der Gemeinde müssten sich darauf einstellen, im Laufe des Jahres einen sogenannten Verbesserungsbeitrag für das Projekt zu zahlen.

Das neue Feuerwehrfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Daiting werde wohl Ende 2020, möglicherweise aber auch erst Anfang 2021 geliefert. Kosten: 273000 Euro, abzüglich eines staatlichen Zuschusses in Höhe von 53000 Euro.

Größter Posten bei den Einnahmen ist in diesem Jahr der Einkommenssteuer-Anteil mit 571000 Euro. Vom Staat kommen Schlüsselzuweisungen in Höhe von 239000 Euro. Bei der Gewerbesteuer haben die Räte lediglich 45000 Euro angesetzt. Dieser Betrag sei angesichts der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel reduziert worden, erklärt der Bürgermeister.

An den Landkreis muss die Gemeinde eine Umlage in Höhe von 356000 Euro überweisen, an die Verwaltungsgemeinschaft Monheim 98000 Euro und an den Schulverband 54000 Euro.

Die Schulden der kleinen Kommune mit ihren knapp 800 Einwohnern werden in diesem Jahr wohl deutlich steigen. Nachdem 2019 ein Kredit von 500000 Euro eingeplant war, aber nicht benötigt wurde, muss die Gemeinde heuer laut Plan 650000 Euro aufnehmen. Damit würde die Kommune Ende des Jahres mit über 700000 Euro in der Kreide stehen. (wwi)

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