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Konzert I

18.05.2016

Ein Fest der Freundschaft

Mitreißend, innig und unter die Haut gehend interpretierten die Sängerinnen und Sänger des Trinity Gospelchors ihre Beiträge.
Bild: Petra Plaum

Trinity Gospelchor erfüllt die Riedlinger Dreifaltigkeitskirche mit Liedern zum Thema Glaube, Liebe, Hoffnung

Wenn der fast 150 Jahre alte Gospel „Motherless Child“ auf Adeles „Make you feel my love“ trifft, wenn erst „Wade in the water“ zum Mitwippen einlädt und danach „What a friend we have in Jesus“ zum Träumen, dann steckt bestimmt der Trinity Gospelchor Riedlingen dahinter. Am Pfingstsonntagabend lud er in die Dreifaltigkeitskirche ein – mit Sanftem und Rockigem, Klassikern und moderneren Hits für jeden Geschmack. Die Klammer, die alles zusammenhielt, verriet der Titel: „What a friend we have in Jesus.“

„Viele der Titel sind mit Liebe, Glaube, Hoffnung und dem Thema Freundschaft eng verbunden“, kündigte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Erwin Nier vorab an, der durch den Abend führte. Für Chorleiterin Marlyn Zablan-Klose war der ganze Abend ein Freundschaftsdienst: „Viele hatten uns gebeten, noch mal so ein Konzert zu geben wie 2015 zum Zehnjährigen“, berichtete sie. Also aktivierte sie den Chor und befreundete Musiktalente, darunter Sandra Exner (Overman Brass Band), Carin Bertenbreiter (Caro Bluesband), Keyboarder Michael Buchberger, Gitarrist und Bassist Raffael Müller und Schlagzeuger Daniel Klose, die alle auch schon beim letzten Mal begeistert hatten. Für die Technik sorgte Armin Grasheu. Der Ort war derselbe, Innigkeit und Lebensfreude waren unverändert – das Gros der Lieder war hingegen neu.

„Dear Mr. Jesus“ zum Beispiel, 1985 in Texas für einen Gospelworkshop für Kinder komponiert. Tatsächlich fand sich auch in Riedlingen ein Kind, das die Soloparts unter die Haut gehend vortrug: Senta Basting. Das Chorensemble gab ihr stimmgewaltig Rückendeckung. Auch die anderen Soloparts überzeugten. Chorensemble und Instrumentalisten brillierten mal jeweils für sich, dann wieder im harmonischen Zusammenspiel mit den anderen. Wie das in guten Freundschaften eben so läuft.

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In den Liedern ging es oft um den Zusammenhalt zwischen Menschen – in der herzerwärmenden Version von „That’s what friends are for“, zum Beispiel oder in „Help!“ von den Beatles, das der Trinity Gospelchor und die Instrumentalisten mitreißend umsetzten. Auch die Freundschaft zwischen Gott und Jesus mit uns spielte eine tragende Rolle, etwa in Songs wie „I am a friend of God“ und „Angel“. Aber auch Verwandte schenken Freundschaft – so widmeten Jessie und Michelle Klose ihrer Mama Marlyn einen Celine-Dion-Hit. Aus der Vergangenheitsform des Originaltitels machten sie freilich die Gegenwart: „Because you love me“ bewegte Chorleiterin und Publikum gleichermaßen.

Kein guter Gospelabend ohne Mitwippen, -klatschen und -tanzen! So hielt es bei „Rejoice“ kaum jemanden auf den Sitzen. Die musikalische Frage von Elton John, „Can you feel the love tonight“ hätte jeder mit Ja beantwortet. Dann bedankte sich Marlyn Zablan-Klose auch noch bei den Chören „Sternenfänger“ und „Vox mundi“, von denen einige gekommen waren, und machte Werbung für sie. Keine Frage: Echte Freunde sind nie Konkurrenten, sondern unterstützen einander.

Als Freunde für den Trinity Gospelchor erwiesen sich an diesem Abend Erwin Nier und die Frauenbund-Frauen: Ersterer wurde kurz vom Moderator zum Sänger und führte souverän in „Amazing Grace“ ein, Letztere servierten in der Pause und nach dem Konzert Getränke. Mit nach Hause bekamen alle Gäste gute Laune und Ohrwürmer. Und den Tipp, häufiger mal in der Bibel Galater 5:22 zu lesen: Liebe, Freude, Friede, Freundlichkeit, Treue, Güte und Geduld erhalten die Freundschaft, lässt sich davon ableiten.

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