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27.07.2010

Eltern der Kinder haben ersten Zugriff auf Karten

Schwäbischwerder Kindertag: Blick von der Zuschauertribüne auf das "Spielfeld", im Hintergrund ist die (weiße) Abgrenzung zu erkennen und Zuschauer, die vom Klosterplatz aus auf das Geschehen blicken. Fotos: Bissinger/Dobmeier
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Schwäbischwerder Kindertag: Blick von der Zuschauertribüne auf das "Spielfeld", im Hintergrund ist die (weiße) Abgrenzung zu erkennen und Zuschauer, die vom Klosterplatz aus auf das Geschehen blicken. Fotos: Bissinger/Dobmeier

Donauwörth Es war ein glänzendes Fest, trotz all der Wetterunbilden zum Auftakt am Freitag/Samstag - der Schwäbischwerder Kindertag mit Historienspiel und Umzug am vergangenen Sonntag in Nordschwabens freundlicher Mitte. Doch nie ist alles perfekt, und so gibt es immer wieder die eine oder andere kritische Stimme zu hören. Das war in den vergangenen Jahren, seit es dieses Kinderfest gibt, so, und das ist auch in der neuen Präsentation so. Unsere Redaktion sprach darüber mit Felix Späth, für die Stadt Hauptorganisator dieses Events.

Der Kindertag wurde nach fast drei Jahrzehnten in verschiedenen Punkten erstmals 2008 neu angesetzt. Diese Entscheidung war zuvor intensiv in den beteiligten Schulen wie im Stadtrat diskutiert worden (wir berichteten mehrmals).

Felix Späth: "Ein Kriterium war, das Spiel der Kinder wie auf einer großen Freilichtbühne darzustellen und es nicht mehr 'im Kreis', sondern nur noch gestrafft und konzentriert 'nach vorne', hin zum Publikum zu spielen. Dies wurde umgesetzt." Das Regiebuch dafür hat ein Theaterfachmann verfasst mit der Folge, dass - "wie in einem 'richtigen' Theater" - eine Zuschauertribüne notwendig wurde.

Die Plätze sind damit naturgemäß limitiert. Wie erfolgt eigentlich die Verteilung der dafür erforderlichen Karten? Felix Späth verdeutlicht: "Diese Zuschauertribüne fasst aktuell 1938 Personen, lediglich 159 davon waren heuer geladene Ehrengäste der Stadt." Die Kartenvergabe sei so geregelt, dass zuerst die Eltern der beteiligten Schulkinder gegen eine Schutzgebühr von zwei Euro Karten erwerben können. Die dann noch freien Plätze gingen ab dem 28. Juni in den Vorverkauf. Und weiter: "Es freut mich insbesondere für die Kinder, dass die Zuschauertribüne voll belegt war. Dass nicht alle Kartenwünsche erfüllt werden konnten, ist im Einzelfall bedauerlich, liegt aber in der Natur der Sache."

Eltern der Kinder haben ersten Zugriff auf Karten

Nun wurde kritisiert, dass man gegen einen "kleinen Unkostenbeitrag" (siehe dazu Leserbrief) auf den Zaun um das Spielgelände im Heilig-Kreuz-Garten hätte verzichten können. Dazu meint Felix Späth jedoch: "Die Kosten für diese Zuschauertribüne trägt die Stadt. Die Einnahmen aus Schutzgebühr und Vorverkauf decken bei Weitem nicht die Ausgaben." Von "Geschäft machen" könne daher keine Rede sein. "Wer Derartiges unterstellt, hat leider wenig Kenntnis von den Zusammenhängen. Ich wehre mich dagegen, den Eltern, die ihren Kindern bei diesem großartigen Historienspiel zuschauen und ihnen applaudieren wollen, das für mich selbstverständliche Vorrecht auf Karten zu missgönnen."

Die Abgrenzung der Spielfläche sei im Übrigen ebenfalls Ausfluss der Neukonzeption. Späth wörtlich: "Sie schafft bewusst den Charakter einer abgeschlossenen, großen Freilichtbühne und ist zusätzlich ein nicht zu unterschätzender Sicherheitsaspekt."

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