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Rain

01.08.2020

Es bleibt dabei: Kinderkrippe am Rathaus bekommt Anbau

Auf dem Parkplatz vor der bestehenden Kinderkrippe am Rathaus soll der Erweiterungsanbau entstehen.

Plus Antrag, Unterschriftenaktion und weitere Stellungnahmen: Es gab einige Einwände gegen das Projekt. Der Stadtrat hat zu dem Thema aber eine klare Meinung.

Die Erweiterung der Rainer „Kinderkrippe am Rathaus“ war im Grunde längst beschlossene Sache. Noch im Oktober 2019 hatte der alte Stadtrat darüber beschieden, an die bestehende Betreuungseinrichtung in der Spitalgasse anzubauen. Und zwar auf dem Grundstück direkt daneben, das derzeit als Kurzzeit-Parkplatz genutzt wird. Die Pläne dafür sind fertig, müssen nur noch eingereicht werden. Und so wird es auch kommen, wie ein neuerlicher Stadtratsbeschluss jetzt ergeben hat.

Mit 18:2 Stimmen sprach sich das Gremium dafür aus, dieses Vorhaben umzusetzen. Es hatte im Vorfeld Bestrebungen gegeben, die Krippenerweiterung zu kippen.

Standort ist ungeeignet, sagen Kritiker

Den Ausschlag für die erneute Diskussion hatten der Antrag von Stadtrat Anton Reiter gegeben, Stellungnahmen einiger Geschäftsleute der City sowie eine Unterschriften-Aktion, mit dem Inhalt, die Kita aus verkehrstechnischen Gründen an dieser Stelle nicht zu erweitern. Reiter sieht die Einrichtung an dieser Stelle aus mehreren Gründen ungeeignet, unter anderem aus diesen: Der Ruheraum sei zu klein, ebenso der Garten. Für die Mitarbeiter sei das Arbeitsklima daher nicht gut, und die Kinder müssten jedes Mal mit dem Aufzug ins Dachgeschoss gefahren werden, um dort zu essen. Die Parkplatzsituation sei unbefriedigend, und die Baukosten der Erweiterung seien – pro Kopf gerechnet – unverhältnismäßig hoch.

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Wie Bürgermeister Karl Rehm erläuterte, wird der jetzige Parkplatz auf Dauer nicht frei bleiben. Aus Gründen des Ensembleschutzes muss dort das einst abgebrochene Haus durch einen Neubau ersetzt werden. Da nun die Planungen für die Krippenerweiterung schon sehr weit fortgeschritten seien, sich die Leitung der Einrichtung ganz klar dafür ausspreche und die Stadt dringend Betreuungsplätze schaffen müsse, will der Bürgermeister an den bestehenden Plänen festhalten. Unabhängig davon werde es im Neubaugebiet im Holunderweg mittelfristig eine weitere Kinderbetreuung geben.

Anbau als „Belebung der Innenstadt“

Die meisten Stadträte schlossen sich dieser Auffassung an. Marion Segnitzer-König argumentierte zudem: „Wir müssen die Krippe an dieser Stelle halten, da wir sonst die zweckgebundenen Fördergelder zurückzahlen müssen, die wir dafür bekommen haben.“ Wolfgang Janson bezeichnete den Anbau als einen „Gewinn für die Altstadtsanierung“ und eine „Belebung der Innenstadt“. Und Johannes Schachaneder ergänzte, hier würden sich Synergieeffekte ergeben, die vorher eingeplant gewesen seien.

Unabhängig davon zeigte sich ein Großteil der Stadträte an der Idee eines Parkplatzkonzepts interessiert. Joachim Düsing fand zwar: „Wenn wir etwas in Rain nicht brauchen, dann sind es zusätzliche Parkplätze“, und Manuela Hackenberg fand es falsch, „von einem Parkplatzproblem“ zu sprechen. Andere aber – etwa Claudia Marb, Florian Riehl, Anton Reiter oder Marion Segnitzer-König – begrüßten den Gedanken durchaus und regten an, ihn weiterzuverfolgen.

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