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19.01.2018

Freude über ein gutes Fischereijahr

Die Wörnitz-Fischereigenossenschaft hat bei ihrer Generalversammlung auf ein zufriedenstellendes Jahr 2017 zurückgeblickt. Bei den Neuwahlen des Vorstands setzten die Mitglieder auf Kontinuität.
Bild: Bissinger (Symbolfoto)

Die Wörnitz-Genossenschaft hält Rückschau auf 2017. Neben einigen kapitalen Fängen freut man sich auch über einen weiteren Fischaufstieg.

Die Angler entlang der Wörnitz sind zufrieden mit dem Jahr 2017. Das ist das Fazit, das auf der Generalversammlung in Rudelstetten gezogen wurde.

Der Vorsitzende der Wörnitz-Fischereigenossenschaft, Hubert Wagner, hielt Rückschau auf die Gewässer und Fischbestände des Genossenschaftsgebiets. Wie er dabei ausführt, sorgten die Witterungs- und Nahrungsbedingungen wiederum für ein gutes Fischereijahr. So konnten sich die wärmeliebenden, karpfenartigen Fische erneut sehr gut vermehren, abwachsen und gefangen werden. Aber auch bei den anderen Fischen konnten kapitale Fänge verzeichnet werden. So berichtet Wagner von kapitalen Raubfischen wie einem Zander mit 15 Kilogramm, einem Hecht mit 13 Kilogramm und einem Wels mit einer Länge von über zwei Metern.

Temperatur hat sich erhöht

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Ein Thema war auch die Auswirkung der Klimaveränderung auf die Wassertemperaturen unserer Gewässer. Wie Bernd Horst vom Wasserwirtschaftsamt (WWA) Donauwörth über den biologischen und chemischen Zustand der Wörnitz ausführte, ist die mittlere Wassertemperatur seit 1982 von 10 auf heute 12 Grad angestiegen. Noch deutlicher ist dies bei der Eger: Deren mittlere Wassertemperatur erhöhte sich dort im gleichen Zeitraum von 9 auf 12 Grad. Da Fische als wechselwarme Tiere ohne eigene Temperaturregelung sind, beeinflusse die Wassertemperatur ihren gesamten Lebenszyklus.

Wagner teilt weiter mit, dass nach wie vor fischfressende Vögel wie Kormoran und verstärkt auch der Gänsesäger auf die Fischbestände nicht unerheblich einwirken. Dies sei nicht nur im Genossenschaftsgebiet, sondern bayernweit zu beobachten. Er ist der Meinung, dass hier über die Möglichkeit einer vertretbaren Bejagung nachgedacht werden sollte. Als positiven Schritt zur Wiederherstellung der linearen Gewässerdurchgängigkeit hob er die Fertigstellung eines weiteren Fischaufstieges an der Eger, im Bereich der Aumühle in Nördlingen, durch das WWA hervor.

In seinem Bericht teilte Geschäftsführer und Kassier Heinz Dotzauer mit, dass im Rahmen des vom Fischereiverband unterstützten Artenhilfsprogramm wiederum über insgesamt 5000 Nasen und Nerflinge eingesetzt werden konnten. Schriftführer Kurt Strauß stellte die Fang- und Besatzauswertung vor. Er zeigte dabei auf, dass gut geführte Fangaufzeichnungen Grundlagen eines zeitgemäßen Fischereimanagements und somit wichtige Grundlagen für die Gewässerbewirtschaftung sei. Dies wurde auch von Fischereifachberater Oliver Born bestätigt.

Konstanz im Vorstand

Laut Born müsse sich das Zielfischartenkonzept an der Gewässerregion und der Gewässerstruktur ausrichten. Er berichtet beispielhaft über wissenschaftliche Studien der Uni Berlin, wonach der Besatz mit Hechten sinnlos sei. Ebenso erwähnte er, dass die Preise bei Pacht und Kauf von Fischereirechten immer höher getrieben werden und dadurch eine ordnungsgemäße Fischereiausübung erschweren. Der Fischereifachberater plädiert dafür, dass sich die Pachtpreise wieder mehr am Ertragswert orientieren sollten. Bei den Wahlen wurden Vorstände und Gewässerobmänner in ihren Funktionen bestätigt und wiedergewählt: Vorsitzender Hubert Wagner, Zweiter Vorsitzender Erich Baumann; Geschäftsführer und Kassier Heinz Dotzauer, Schriftführer Kurt Strauß. Besatzobmänner sind Hans Frieder Eberhard, Günther Feller, Alois Fink, Dieter Gottwald, Friedrich Wagner, Karl Ziegelmaier und Lorenz Zimmermann. Kassenprüfer sind Manfred Hippmann und Johannes Jeromin. Das Schiedsgericht sind Günther Feller, Gertraud Mährle und Franz Stimpfle.

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