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Landkreis

20.01.2020

Im Landkreis Donau-Ries gibt es 60000 Wohnungen

Einfamilienhäuser – das Bild zeigt das Baugebiet „Osterholz III“ in Monheim – machen rund die Hälfte alller 60000 Wohnungen im Landkreis aus.
Foto: Widemann

Rund die Hälfte davon sind Einfamilienhäuser, sagt die aktuelle amtliche Statistik. Was diese noch aussagt.

Wohnen ist derzeit Experimentierfeld für politische Patentrezepte: Hunderttausende Wohnungen fehlen, gleichzeitig stehen Millionen leer, alleinstehende Menschen bewohnen große und mehrköpfige Familien kleine Wohnungen. Und „bezahlbar“ müssen sie alle sein. Wobei dies ja eine sehr variable Variable ist.

Es gibt aber auch feste Größen: Im Kreis Donau-Ries registrierte zum Jahreswechsel 2018/2019 die Fortschreibung der amtlichen Statistik einen Bestand von insgesamt 60100 Wohnungen aller Art und Größe. Das ist ein Wohnungsplus gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent.

Bedarf ist gedeckt

Was allerdings nichts darüber aussagt, ob die bestehenden Wohnungen auch zu haben sind. Dafür lässt sich auf der Basis des IW-Wohnungsbedarfsmodells des Instituts der deutschen Wirtschaft sagen, dass das im Kreis Donau-Ries zwischen 2016 und Ende 2018 erreichte Verhältnis von Fertigstellungen und Bedarf bei 122,3 Prozent liegt: Der Bedarf ist also laut dieser Statistik durch nachwachsende Wohnungen mehr als gedeckt.

Gut geschnitten, hell, in toller Lage, mit Balkon oder Garten – so wünschen sie viele ihre Traumwohnung. Welche der Wohnungen in der Region diesem Ideal nahekommen, wird statistisch freilich nicht erfasst. Der größte Traum der Menschen ist und bleibt das eigene Haus für die Familie: 29386 Einfamilienhäuser gibt es mittlerweile im Kreis. Aber nicht für jeden ist der Traum bezahlbar.

Große Wohnungen begehrt

Bleibt die Eigentumswohnung oder das Wohnen zur Miete in einem der 2640 Mehrfamilienhäuser als einkommensbasierte Alternative. Als Mehrfamilienhäuser gelten alle Wohngebäude mit drei und mehr Wohnungen – sozusagen ein Zwischending sind Häuser mit zwei Wohnungen. Von denen gibt es im Landkreis 7118. Begehrt sind große Wohnungen mit fünf Räumen (einschließlich Küche) und mehr.

Davon waren im Kreis Donau-Ries zum Jahreswechsel 2018/2019 inklusive der Ein-Familienhäuser insgesamt 38366 vorhanden, das sind rund 63,8 Prozent an allen vorhandenen Wohnungen. Weitere 11401 Wohnungen (19,0 Prozent) verfügten über vier Räume, 7092 Wohnungen (11,8 Prozent) waren Dreiraumwohnungen, 2404 (4,0 Prozent) verfügten über zwei Räume und 837 über einen Raum (1,4 Prozent).

Rund 91,8 Quadratmeter groß ist derzeit die bundesweite Durchschnittswohnung (einschließlich Wohnheime), macht 46,5 Quadratmeter pro Kopf, geht aus der Fortschreibung des Wohngebäude- und Wohnungsbestands des Statistischen Bundesamtes hervor. Im Jahr 2000 lag die Pro-Kopf-Wohnfläche bundesweit noch bei 39,5 Quadratmeter. Vor allem in der Stadt sind die Wohnungen eher kleiner.

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