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Landkreis Donau-Ries

01.01.2021

Keine weiße Weihnacht - der Wetterexperte sagt, warum

Stechpalme Baum des Jahres 2021
Foto: Maja Hitij, dpa

Plus Werner Neudeck hat anhand seiner Aufzeichnungen den Monat Dezember analysiert. Sein Ergebnis: zu mild und fast kein Schnee. Hier sind die Einzelheiten.

Zu warm und dadurch ohne nennenswerten Schneefall bei einer viel zu geringen Zahl an Sonnenstunden: so präsentiert sich kein erfreulicher Wintermonat. Unser Wetterbeobachter Werner Neudeck hat wieder Aufzeichnungen gemacht.

Wie er festgestellt hat, hat pünktlich zu Beginn des meteorologischen Winters in der Nacht zum 1. Dezember der erste Schneefall dieses Winters eingesetzt. Da die Nachttemperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt lagen, blieb die Schneedecke zumindest auf Wiesen und Feldern bis zum 6. Dezember erhalten. Ein extremes Tief mit nur noch 990 Hektopascal beförderte wärmere Luft aus dem Süden zu uns und der Niederschlag ging in Regen über. Doch am 9. Dezember setzte erneut leichter Schneefall ein, der aber bei Temperaturen über Null Grad relativ schnell wegschmolz.

Kürzere sonnige Abschnitte

Die zahlreichen Tiefs in unserer Region und darum herum sorgten dafür, dass das trübe Wetter weiter anhielt, nur durch kürzeste sonnige Abschnitte unterbrochen. Kräftig steigender Luftdruck ab dem 17. Dezember ließ im Süden Bayerns die Sonne scheinen, unser Raum versank aber in Nebel und Hochnebel.

Mit Regenschauern und steigenden Temperaturen machte der astronomische Winteranfang am 21. Dezember seinem Namen keine Ehre. Auch das so genannte „Weihnachtstauwetter“, also der Vorstoß von Warmluft in unseren Raum trat heuer mit 12,1 Grad am 22. Dezember wieder auf, nur dass es nichts wegzutauen gab. Damit waren weiße Weihnachten erst mal vom Tisch. Man muss schon bis 2010 zurückgehen, als wir letztmals echte weiße Weihnachten erleben konnten. Dafür wurden wir am zweiten Weihnachtsfeiertag mit über sieben Stunden Sonne belohnt, wobei es zu deutlichem Nachtfrost kam. Zu Silvester wurden uns dann doch noch sechs Sonnenstunden gegönnt.

Zu wenig Niederschläge

Auf den extrem trockenen November folgte also ein etwas feuchterer Dezember, der aber trotzdem noch zu wenig Niederschlag aufwies. Wenig Niederschlag bedeutet auch wenig Schnee. Anstatt der fünf Tage mit Schneefall schneite es nur an drei Tagen und das nur in geringsten Mengen.

Ein besonderes Kapitel war der Sonnenschein in diesem Monat. Der Dezember zeigte sich in den ersten zwei Dritteln trüb und grau und so waren bis dahin nur zwölf Sonnenstunden zu vermelden. Dies konnte auch nicht mehr komplett aufgeholt werden, denn bei 14 Nebeltagen (normal acht) war nicht mehr zu erwartet. Daher erstaunt es nicht, dass der Monat mit 41 Sonnenstunden (normal 46) keine Lorbeeren ernten konnte. (dz)

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