1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Kreativer Umgang mit der Ölfarbe

Volkshochschule

01.03.2017

Kreativer Umgang mit der Ölfarbe

Bis zur Ausstellung muss alles „hängen“: Hobbykünstler Wolfgang Michanikl mit einer Ansicht von Donauwörth.
2 Bilder
Bis zur Ausstellung muss alles „hängen“: Hobbykünstler Wolfgang Michanikl mit einer Ansicht von Donauwörth.

Ölmalergruppe stellt im Fäbertörl aus. Über 50 Werke zu sehen – und die haben es in sich

Keinen anderen kreativen Kurs der Volkshochschule Donauwörth gibt es seit so vielen Jahren. Johann Obermaier, der Kursleiter, nennt ihn Arbeitskreis „Wir treiben’s bunt“. 150 Kurse hat der Hobbykünstler für gleichgesinnte Ölmaler durchgeführt und dabei annähernd eintausend Teilnehmern Tipps gegeben. Nach einer fünfjährigen Pause zeigen die ambitionierten Teilnehmer nun wieder einmal in Donauwörth ihre Werke. Zur Vernissage werden sie alle ins Färbertörl kommen: die Künstler, ihre Familien und Kunstfreunde. Peter Kastner von den Kunstfreunden Donauwörth wird den Torturm öffnen, um – wie er sagt – einmal mehr auch die Verbundenheit zu Obermaiers Gruppe zu dokumentieren.

„Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben“, zitiert Johann Obermaier (79) einen Philosophen. Genau nach diesem Prinzip arbeiteten die Hobbymaler.

Lob und Anerkennung zollt die Geschäftsführerin der Volkshochschule, Gudrun Reißer. Sie zeigt sich von der Kreativität und Fantasie begeistert und glaubt zu spüren, dass die Hobbykünstler „das Herz für ihr Tun öffnen“. In Johann Obermaier hätten sie einen perfekten „Wegbegleiter“ gefunden, dem künstlerisches Verständnis bereits in die Wiege gelegt worden sei.

Kreativer Umgang mit der Ölfarbe

Obermaier hat sich als Autodidakt die unterschiedlichsten Malstile und Techniken selbst angeeignet. Er wendet sich den alten Meistern oder der klassischen Malerei ebenso zu wie auch dem Kubismus oder der Porträt- und Landschaftsmalerei. 1982 hatte er von Maler Eugen Rieß die Ölmalgruppe übernommen.

„Jeder Teilnehmer kann sich im Kurs frei bewegen, sprich er kann sich verschiedenen Malstilen und -techniken zuwenden, egal ob Impressionismus, Surrealismus, Stillleben, naive oder ganz freie Malerei“, sagt Obermaier. Das mag auch die Erklärung dafür sein, dass sich der Kurs über so viele Jahre ungebremster Beliebtheit erfreut. Dass die Motivation und die hervorragende Kursbegleitung bis heute funktionieren, zeigen die zahlreichen langjährigen Teilnehmer. „Wir besuchen auch gemeinsam Kunstausstellungen in München oder Stuttgart“, erzählt Obermaier. Im Kurs wie bei diesen Unternehmungen seien Freundschaften entstanden. Bei dieser, in all den Jahren nun achten Ausstellung, sind etwas mehr als 50 Werke zu sehen, alle neueren Datums.

Die Ausstellung im Färbertörl in Donauwörth ist bis einschließlich Sonntag, 12. März, täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren