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Donau-Ries-Kreis

02.11.2017

Manche Eigentümer zeigen Verkaufsbereitschaft

Das Landratsamt ermittelt, welche Grundstücke und Objekte zum Verkauf stehen.
Bild: dpa

Der Landkreis macht eine Befragung wegen Baulücken und Leerständen. Nun liegen die Ergebnisse vor.

Im Rahmen des Konversionsmanagement unterstützt der Landkreis Kommunen bei ihrer Innenentwicklung. Ziel ist es, Städte und Gemeinden bei der Erfassung und Aktivierung ihrer innerörtlichen Baupotenziale zu unterstützen. Inzwischen wurde eine Eigentümerbefragung durchgeführt, die laut einer Pressemitteilung des Landratsamt sehr positive Ergebnisse lieferte.

Die 20 Kommunen und drei Verwaltungsgemeinschaften haben sich seit Beginn des Projektes mithilfe der Flächenmanagement-Datenbank des Landesamt für Umweltschutz (LfU) einen Überblick über Baulücken, Leerstände und Leerstandrisiken verschafft. Diese befinden sich in der Regel im Privateigentum. Um eine realistische Einschätzung der tatsächlich verfügbaren Grundstücke und Objekte zu erhalten, wurden in den vergangenen Monaten alle Eigentümer von Baulücken und Leerständen befragt. In einigen Kommunen findet diese Erhebung derzeit statt.

650 Personen angeschrieben

Insgesamt wurden mehr als 650 Besitzer angeschrieben. Vor allem die Verkaufsbereitschaft und der Beratungsbedarf wurden abgefragt. Im Schnitt habe bei der freiwilligen Befragung über die Hälfte geantwortet. Wie erwartet, möchte ein Großteil der Eigentümer ihr Grundstück für die Nachkommen bewahren, als Vermögensanlage nutzen oder auch selbst bebauen. Viele der Eigentümer, die sich zurückgemeldet haben, könnten sich jedoch vorstellen, das Grundstück zu verkaufen oder auch zu tauschen. Bisher seien so bereits knapp 40 Baulücken und Leerstände mit konkreter Verkaufsabsicht zusammengekommen.

Dieses Angebot gelte es nun für Bauwillige, die gezielt die innerörtlichen Lagevorteile nutzen möchten, sichtbar zu machen. Landrat Stefan Rößle lobt die „erfolgreiche Arbeit des Projekts“ und macht deutlich, dass eine öffentlichkeitswirksame Vermarktung der Objekte für die Belebung der Ortskerne eine Kernaufgabe darstellt. Der Landkreis und die teilnehmenden Kommunen wirken mit diesem Ansatz aktiv dem stetig steigenden Flächenverbrauch entgegen.

So geht es nun weiter

Die nächsten Schritte im Projekt konzentrieren sich daher auf die Vermarktung der erfassten Baulücken und Leerstände, betont Konversionsmanagerin Barbara Wunder. So sollen die Exposés auf dem Regionalportal des Konversionsmanagements unter donauries.bayern vermarktet werden. Auch Vermarktungsunterlagen für Kommunen im Printbereich sowie Handlungsempfehlungen wurden bereits erstellt. Die Arbeitshilfe mit Handlungsempfehlungen kann ebenfalls auf dem Regionalportal heruntergeladen werden, ebenso eine Checkliste für Bauen im Bestand.

Für jede Kommune wurden sogenannte Innenentwicklungslotsen ernannt, die allen Bürgern für Fragen zum Wohnen, Arbeiten und Bauen im Bestand zur Verfügung stehen. Diese können die richtigen Ansprechpartner bei Behörden und Förderinstitutionen vermitteln, kennen Beispiele aus der Praxis, wo sich schon jemand zum Beispiel an den Umbau einer Hofstelle gewagt hat und wissen über Fördermittel Bescheid. Der Landkreis schließt sich mit den Innenentwicklungslotsen einem innovativen Angebot an, „das bisher nur wenige Regionen in Bayern“ bieten.

Für eine nachhaltige positive Entwicklung sei es jedoch notwendig, den Prozess zu verstetigen und in regelmäßigen Abständen die innerörtlichen Leerstände und Baulücken weiterhin zu erfassen. Das Konversionsmanagement steht dabei als Ansprechpartner für Kommunen und Bürger zur Verfügung. 

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