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Gemeinderat

29.11.2018

Neue Wege sollen nach Bäumenheim führen

Gemeinderäte möchten mehr Radwege, die nach Bäumenheim führen.
Bild: Alexander Kaya

Bäumenheim sieht sich vom Radwegnetz abgekoppelt. Das soll sich ändern. Was bedeuten die sogenannten „Mottowege“?

Zwei Gemeinderäte in Bäumenheim möchten ihren Heimatort attraktiver machen. Vor allem Radfahrer wollen sie in die Industriegemeinde bringen. Man habe durchaus „etwas zu zeigen“ meinen Michael Haller und Albert Uhl. Sie sind in Bäumenheim Referenten für Verkehr, öffentliche Ordnung und das Rettungswesen. Sie wollen nun dafür sorgen, dass mehr Radwege in den Ort führen.

Von den Nah- und Fern-Radwegen sei die Gemeinde, so ihr Argument, bislang abgeschnitten gewesen, weil die Bahnlinie den Ort viele Jahre durchschnitten habe. Nun aber böten sich Möglichkeiten, mit einem Wegekonzept eine bessere Anbindung zu erhalten, erläuterte Michael Haller im Grundstücks-, Bau- und Werkausschuss.

Entlang der Radwege wollen sich Haller und Uhl auch der Beschilderung widmen. Sie soll verbessert und ergänzt werden. „An interessanten Plätzen ist auch daran gedacht, historische Bezüge herzustellen“, meinte Haller. Außerdem schweben ihm „Info-Punkte“ speziell für ortsunkundige Radfahrer vor. Ihm sei bewusst, dass die Ziele nur Schritt für Schritt zu verwirklichen seien.

Gibt es Fördermöglichkeiten?

Schließlich brachten die beiden Gemeinderäte sogenannte „Mottowege“ in die Diskussion. Ein Droßbachweg könnte beispielsweise, wie Haller erläuterte, an den Stätten des Unternehmers vorbeiführen, der die Industrialisierung in Bäumenheim eingeleitet hatte. Einen Oskar-Mey-Erlebnisweg könnte sich der Referent ebenso vorstellen wie einen „Schmutterkirchen-Radweg“, einen Wasser- oder einen Spielplatzweg.

Mit dem Thema soll sich nun ein spezieller Arbeitskreis weiter beschäftigen. Er soll zunächst die wichtigen Wegeachsen beleuchten, aber auch Fördermöglichkeiten prüfen. Im Haushalt soll für die Umsetzung der Maßnahmen künftig ein Jahresbudget vorgesehen werden. Dem neuen Arbeitskreis sollen neben Haller und Uhl, der Bauamtsleiter, ein Vertreter der Heimatfreunde, ein Vertreter des Ordnungsamtes sowie Bürgermeister Martin Paninka angehören.

Sigel-Straße Von der Gutenberg- wird man in Bäumenheim künftig über die Sigelstraße laufen können. Das ist bislang wegen eines Tores nicht möglich. Im Zuge der Schaffung eines Wohn-Komplexes durch die Lebenshilfe Donau-Ries (wir berichteten) soll für Fußgänger künftig eine Verbindung möglich sein. Die Sigel- und die anschließende Raiffeisenstraße sind aber Privatstraßen. Der Ausschuss beauftragte Bürgermeister Martin Paninka mit den Anliegern ein Gehrecht zu vereinbaren. Im Gegenzug, so der einmütige Wille des Gremiums, soll die Beleuchtung der Straße verbessert werden.

Oskar-Mey-Weg Der Lärmschutzwall südlich des Oskar-Mey-Wegs ist in die Jahre gekommen. Er wurde 1985 geschaffen. Inzwischen sei er so dicht mit Bäumen und Sträuchen eingewachsen, dass eine Pflege wegen des fehlenden Bewirtschaftungsweges fast nicht mehr möglich sei, erklärte Bürgermeister Paninka. Eine Sanierung des Lärmschutzwalles sei unumgänglich. Paninka stellte mehrere Varianten vor. Schließlich einigte sich der Ausschuss auf einen Teilumbau. Ein Teil des Böschungsfußes wird nun mit einer Gabionenwand ersetzt. Dadurch kann ein Notweg geschaffen werden, der wenigstens den Zugang zum Wall ermöglicht. Rund 65000 Euro sind für die Maßnahme vorgesehen. Bevor sie umgesetzt werden kann, muss der gesamte Bereich rund um den Wall neu vermessen werden.

Lesen Sie auch: Höhere Gebühren für den Bäumenheimer Friedhof

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