Newsticker

Bayerns Ministerpräsident Söder will Corona-Regeln in Kommunen an Grenzwerte koppeln
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Spielerei in Rot und Blau

17.07.2010

Spielerei in Rot und Blau

Maihingen Paula war zu einer echten Ausstellungseröffnung im Rieser Bauernmuseum in Maihingen eingeladen. Mit allem, was dazugehört, mit Reden und einer Einführung in die Ausstellung und mit Apfelsaft und Knabbereien danach. Und das Beste, die Ausstellung mit dem Titel "Spielerei in Rot und Blau" zeigt nicht nur Arbeiten, die zwölf Kinder beim Pfingstferienprogramm des Rieser Bauernmuseums in zwei Kursen bei Ingrid Schabert gemacht haben.

Einige der Kinder hatten außerdem die ganze Ausstellung auch noch selbst vorbereitet und das Programm der Eröffnung gestaltet. Tabea und Sarah-Maria hießen die beiden jungen Solistinnen, Tabea spielte Querflöte, Sarah-Maria Saxofon. Und ganz besonders mutig war Tabea-Sophie, die vor den vielen Gästen in die Ausstellung einführte und die Entstehung der Linolschnitte erklärte.

Eine Premiere

Doch davor begrüßte Anne Söllner vom museumspädagogischen Team des Museums die Gäste. "Heute Abend haben wir eine Premiere", freute sie sich. Es seien zwar schon viele Ausstellungen in diesem Vortragsraum eröffnet worden, aber noch keine Kinderausstellung, sagte sie. Dass die Arbeit der Kinder ernst genommen werde, zeige der Besuch der Ehrengäste. Peter Schiele, der stellvertretende Landrat, war einer von ihnen. "Heute ist ein wichtiger Termin, und ich bin schon sehr neugierig auf eure Werke", sagte er. Denn die Kinder machten es ganz besonders spannend und hatten die Stellwände mit ihren Bildern bis nach der Eröffnung mit Tüchern verhüllt.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

"Sonderausstellungen sind das Salz in der Suppe der Museen", fuhr Peter Schiele fort und dankte Anne Söllner und allen Mitarbeitern für ihre wichtige Arbeit, Kinder mit dem Museum vertraut zu machen. Nach dem stellvertretenden Landrat war Tabea-Sophie an der Reihe. Paula, die neben ihr in der ersten Reihe saß, merkte, dass sie sehr aufgeregt war, und drückte ihr fest die Daumen. Es schien geholfen zu haben, denn sie machte ihre Sache sehr gut. "Linoldruck wird im Hochdruckverfahren hergestellt", erklärte Tabea-Sophie und zeigte die scharfen Spezialmesser, mit denen die Kinder gearbeitet hatten.

Druckplatte in die Presse

Unfallfrei und mit Riesenbegeisterung, wie Paula später von der Kursleiterin Ingrid Schabert erfuhr. Die fertige Druckplatte färbten sie mit einer Farbwalze ein und druckten mithilfe einer Presse. "Jedes Kind machte drei Abzüge, zwei für sich und einen für die Ausstellung", sagte Tabea-Sophie, die zuletzt allen viel Spaß bei einem Rundgang durch die Ausstellung wünschte. Das ließ sich die Zeitungsente Paula Print nicht zweimal sagen. Neugierig watschelte sie vorneweg in den Eingangsbereich des Ökonomiegebäudes. Mit wachsender Begeisterung betrachtete sie die Linolschnitte, die von Namen über Tiere, Häuser und Blumen bis hin zu einem Traktor die unterschiedlichsten Motive zeigten.

Für die Ausstellung hatten die Kinder die Drucke in große blaue und rote Papierrahmen eingepasst, das brachte die Werke noch besser zur Geltung. Auch bei den Titeln waren die Kinder sehr kreativ gewesen, "Wilde Träume", "Herzschmerz" oder "Die Geometrie der Fische" las Paula. "Das habt ihr echt toll gemacht", gratulierte die Zeitungsente den Kindern zur ersten Kinderausstellung im Rieser Bauernmuseum. (gne)

Die Ausstellung kann bis einschließlich 19. September besichtigt werden.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren