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Donauwörth

16.01.2019

THW bewährt sich als Helfer im Chaos

Tonnenschwere Schneelasten auf den Dächern drohen, diese zum Einsturz zu bringen. Das THW kümmert sich darum, dass die Gefahr gebannt wird.
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Tonnenschwere Schneelasten auf den Dächern drohen, diese zum Einsturz zu bringen. Das THW kümmert sich darum, dass die Gefahr gebannt wird.
Bild: Sebastian Birzele

Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks Donauwörth wurden nach Miesbach und Berchtesgaden angefordert. Dort befreien sie Dächer, Straßen und Autos vom Schnee.

Das anhaltende Schneechaos im Alpenraum hat Helfer aus allen möglichen Regionen mobil gemacht, denn den enormen Kraftaufwand können die dortigen örtlichen Einsatzkräfte alleine nicht mehr stemmen. Unzählige Kräfte aus ganz Bayern und den umliegenden Bundesländern sind mit vor Ort, darunter auch Helfer des THW-Ortsverbands Donauwörth. Sie sind seit Samstag im bayerischen Miesbach im Großeinsatz, um Dächer und Häuser von tonnenschweren Schneelasten zu befreien, wie auch liegen gebliebene Autos wieder fahrtüchtig zu machen und damit für die Sicherheit der Menschen zu sorgen.

Und noch kann keine Entwarnung gegeben werden: Vier süddeutsche Landkreise haben den Katastrophenalarm ausgerufen. Tausende Einsatzkräfte sind jeden Tag im Einsatz.

THW Donauwörth reist nach Übersee am Chiemsee

Während sich am vergangenen Freitag die Mitarbeiter des THWs Donauwörth noch zu ihrer Jahresabschlussfeier trafen, erfolgte parallel dazu die erste Alarmierung für eine Einheit aus Donauwörth. Der Ladekran des Ortsverbands wurde mit Personal nach Übersee am Chiemsee angefordert. Dort kommt er seitdem zur Sicherung von Einsatzkräften beim Beräumen von Dächern zum Einsatz.

Am Samstag erfolgte dann die nächste Alarmierung für den Ortsverband. Ein Fahrzeug wurde für den Materialtransport benötigt. Zwei Helfer machten sich daraufhin zuerst auf den Weg nach Ingolstadt um dort hunderte Schneeschaufeln einzuladen und diese anschließend nach Miesbach zu liefern.

Drei Helfer rücken nach Berchtesgaden aus

Weiter ging es dann für die Donauwörther THWler am Montag. Drei Helfer rückten zur Unterstützung im Bereich Materialtransport und Logistik nach Berchtesgaden aus. Dort unterstützen sie die Einsatzkräfte bei Transportfahrten im gesamten Süddeutschen Raum. Zudem ist ein Helfer aus Donauwörth vor Ort um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Technischen Hilfswerks, unter anderem beim Besuch des Bundesinnenministers Horst Seehofer, zu unterstützen.

Lesen Sie auch: Donauwörther Johanniter helfen im Schnee-Chaos

Das war aber noch nicht das Ende für die ehrenamtlichen Kräfte aus Donauwörth. Am Montag Nachmittag erfolgte die nächste Anforderung zur Unterstützung. Eine Bergungsgruppe mit sieben Helfern wurde angefordert um ab Dienstag im Bereich Traunstein beim Räumen von Dächern Unterstützung leisten zu können. Gleichzeitig wurde zudem noch die Fachgruppe Räumen des Ortsverbands in Bereitschaft versetzt um bei zusätzlichem Bedarf kurzfristig mit Radlader und Kipper bei schweren Räumarbeiten helfen zu können.

Noch ist nicht absehbar, wie lange sich die Einsätze für die Donauwörther THWler noch hinziehen werden. Wenn man aber die momentane Lage vor Ort betrachtet ist damit zu rechnen, dass die Ehrenamtlichen auf jeden Fall noch bis zum Ende der Woche vor Ort in den Schadensgebieten bleiben werden. (dz)

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