1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Von Amtsgerichts-Polka bis Zeichentrick-Melodien

Frühjahrskonzert

16.05.2017

Von Amtsgerichts-Polka bis Zeichentrick-Melodien

Unter der Leitung von Dirigentin Anita Ferber lieferten sowohl Jugendkapelle als auch Stammkapelle des Musikvereins Huisheim-Gosheim beim Frühjahrskonzert bemerkenswerte Leistungen ab.
Bild: laus Baumann

Der Musikverein Huisheim-Gosheim wartet mit einer breiten Palette und mit Qualität auf

Der Musikverein Huisheim-Gosheim feierte zusammen mit Interessenten, Freunden und Unterstützern seinen musikalischen Auftakt zum Frühjahr. Den Start zum Konzert übernahm die Jugendkapelle mit dem Marsch „Happy Marching Band No.2“, einem imposanten Marsch, der aus vier amerikanischen Folksongs zusammengestellt ist. Dabei begeisterten die Nachwuchsmusiker mit einer starken Leistung in allen Registern.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Nach dem Grußwort des Vorsitzenden Hubert Färber setzten sie ihr Programm mit den Stücken „Ich war noch niemals in New York“ von Udo Jürgens und „In die weite Welt“ fort. Mit der allseits bekannten Polka „Böhmischer Traum“ zeigten die jungen Musiker noch einmal, was für ein enormes Potenzial in ihnen steckt, bevor sie an die Stammkapelle übergaben. Ihre Darbietungen wurden mit lang anhaltendem Applaus honoriert.

Die Stammkapelle, ebenfalls unter der Leitung von Dirigentin Anita Ferber, eröffnete ihr vielseitiges Programm mit der „Amtgerichts-Polka“, welche zusammen mit den Worten „Das Leben geht weiter ob Freispruch oder Zuchthaus…“ den Abspann der Serie „Königlich bayerisches Amtsgericht“ bildet. Im Anschluss glänzte Florian Lautenschlager an der Solo-Trompete bei dem Blues „Wunderland bei Nacht“ von Klaus Günter Neumann. Mit dem „Kirschblütenzauber“ folgte nun eine erfrischende Polka, die die Sualafeldhalle mit Frühlingsgefühlen verzauberte. Bevor sich die Musiker in die wohlverdiente Pause verabschiedeten, gaben sie bei „Bugs Bunny and Friends“ noch einmal alles. Dabei wurde das Publikum in die Fernsehwelt seiner Kindheit entführt und mit den Melodien aus „Tom und Jerry“, „Dick und Doof“, „Paulchen Panther“ und vielen mehr begeistert.

Von Amtsgerichts-Polka bis Zeichentrick-Melodien

Einer der Höhepunkte des Abends war sicherlich die Premiere der beiden Dudelsackspielerinnen Tabea Maier und Maria Stecher. Mit dem hymnenartigen „Highland Cathedral“ wartete auf die Zuhörer ein echter schottischer Klassiker, der dem ein oder anderen sicherlich eine Gänsehaut bescherte. Überraschend dürfte für viele Zuhörer vor allem die Lautstärke gewesen sein, die die beiden Mädels dem Rest der Kapelle entgegensetzten und so auch ohne Verstärkung mit einem Mikrofon ein ausgewogenes Zusammenspiel zwischen Blasmusik und Dudelsackklängen präsentierten.

Um den Solistinnen eine kleine Verschnaufpause zu gewähren, folgte das Grußwort von Stefan Reichherzer, Vertreter des Allgäu Schwäbischen Musikbundes (ASM) und Mitglied der Bezirksvorstandschaft. Er wies darauf hin, dass eine erfolgreiche Musikkapelle auf zwei Säulen aufbaut, einer starken Nachwuchsarbeit und langjährigen zuverlässigen Mitgliedern, die beide im Musikverein Huisheim-Gosheim vortrefflich gelebt werden. Dann nahm er die Ehrungen vor (siehe Kasten).

Musikalisch ging es mit einem Hit der Egerländer Musikanten, „Rauschende Birken“, weiter, den die Kapelle gekonnt vortrug. Bei dem Stück „Eine Holzgeschichte“ von Guido Henn kamen vor allem die Klarinetten und Querflöten zur Geltung, welche die schnellen Läufe und die lockere Melodie ausdrucksstark und überzeugend vortrugen. Für „Morgens um sieben (ist die Welt noch in Ordnung)“, einer Filmmusik von James Last, ernteten die Musiker von den Zuhörern viel Applaus. Besondere Aufmerksamkeit verdiente die Solistenparade „Register-Show“, bei der jedes Register, angefangen von Klarinetten und Flöten, über die Saxofone zu Trompeten und tiefem Blech ein kleines Solo zum Besten gab, selbst die Schlagzeuger durften sich einige Takte nach Herzenslust austoben.

Im Anschluss erfüllten die militärischen Klänge von „Gruß an Kiel“ die Halle, dieser Marsch lebt von den imposanten Trompetensignalen, die Bezug nehmen auf die Schiffshörner der Marine. Bei einem solchen Ereignis dürfen natürlich ein paar Worte des Dankes nicht fehlen, dieser galt in erster Linie natürlich Dirigentin Anita Ferber, allen Musikern und ganz besonders dem Publikum.

Zum Abschluss des Konzertes wurden die Gäste noch einmal ins weit entfernte Schottland entführt, mit „Amazing Grace“ demonstrierten die Dudelsackspielerinnen und die gesamte Kapelle noch einmal ihr Können, wofür sie mit viel Applaus belohnt wurden. Mit der vom Publikum erklatschten Zugabe „Allgäu Land“ verabschiedete sich der Musikverein Huisheim-Gosheim und wünschte allen Anwesenden einen guten Nachhauseweg. (dz)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren