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Wemding: Millionen-Projekt: Wemding bekommt ein neues Feuerwehrhaus

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Millionen-Projekt: Wemding bekommt ein neues Feuerwehrhaus

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    Ein gewaltiges Projekt für die Stadt Wemding: So soll das neue Feuerwehrhaus einmal aussehen. Die Pläne dafür hat jetzt nach jahrelangen Vorarbeiten der Stadtrat genehmigt. Im aus dieser Sicht vorderen Teil der Animation sind unter anderem Besprechungsräume und Büros vorgesehen, im hinteren Teil befindet sich die Fahrzeughalle mit neun Stellplätzen.
    Ein gewaltiges Projekt für die Stadt Wemding: So soll das neue Feuerwehrhaus einmal aussehen. Die Pläne dafür hat jetzt nach jahrelangen Vorarbeiten der Stadtrat genehmigt. Im aus dieser Sicht vorderen Teil der Animation sind unter anderem Besprechungsräume und Büros vorgesehen, im hinteren Teil befindet sich die Fahrzeughalle mit neun Stellplätzen.

    Wenn die Stadt Wemding ein neues Feuerwehrhaus baut, dann ist das kein normales Vorhaben, keine Routine. Auch nichts, was dann mal abgearbeitet werden muss. Das seit Jahren geplante und diskutierte Projekt habe vielmehr „eine historische Dimension“, hob Bürgermeister Martin Drexler nun mit bedeutungsschwerer Stimme im Stadtrat an. Das hat mehrere Gründe.

    Sprung in ein neues Zeitalter für die Feuerwehr Wemding

    Zum ersten bedeutet es für die Freiwillige Feuerwehr den Sprung in ein neues Zeitalter. Zum zweiten kostet es eine noch nicht bezifferbare Millionensumme, die sich – alle Kosten mit einbezogen – dem zweistelligen Bereich nähern könnte. Zum dritten eröffnet der Auszug der Wehr aus der Altstadt die Möglichkeit, in dieser ein ganzes Viertel neu zu gestalten.

    Auch tagesaktuell wurde die Bedeutung der Maßnahme deutlich, für welche die Räte mit 16:2 Stimmen die Planung genehmigten. Die Sitzung des Gremiums am Dienstagabend begann just in dem Moment, in denen die deutsche Fußballnationalmannschaft bei der EM in die zweite Halbzeit des Achtelfinals startete. Normalerweise sind bei solchen Ereignissen Stadt- oder Gemeinderäte weitgehend unter sich. Dieses Mal füllten rund 40 Zuhörer die Zuschauerreihen in der Stadthalle. Der Großteil davon waren Mitglieder der Feuerwehr.

    Feuerwehr Wemding sehnt das Haus schon seit Jahren herbei

    Sie sehnen das neue Feuerwehrhaus schon seit Jahren herbei. Das aktuelle Gebäude im sogenannten Schlosshof ist über 50 Jahre alt und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die Überlegungen für das neue Gebäude ziehen sich, so schilderte der Bürgermeister, bereits rund zehn Jahre hin. Am Anfang standen unter anderem die Suche nach einem geeigneten Standort. Den fand die Kommune im Bereich des ehemaligen städtischen Bauhofs südlich der Altstadt. Dort steht durch Zukäufe inzwischen eine große Fläche zur Verfügung.

    Trotz Fußball-EM-Spiels kamen zahlreiche Zuhörer - vor allem Feuerwehrleute - zu der Sitzung des Wemdinger Stadtrats.
    Trotz Fußball-EM-Spiels kamen zahlreiche Zuhörer - vor allem Feuerwehrleute - zu der Sitzung des Wemdinger Stadtrats.

    Bis es nun zu den konkreten Plänen kam, verging freilich noch jede Menge Zeit. Stadtbaumeister Wolfgang Jaumann sagte dazu: „Man hat vieles besprochen und diskutiert.“ Stets war die Feuerwehr mit eingebunden. Deren Kommandant Christian Brunner-Hauck berichtete in der Sitzung, dass für das Projekt bislang fast 1600 ehrenamtliche Stunden zusammengekommen seien. Es hätten sage und schreibe 99 Treffen stattgefunden.

    Alarmzufahrt von der Senefelderstraße

    Das Ergebnis der Besprechungen, die oft bis in die Nacht hinein dauerten, sieht so aus: Der zweigeschossige Komplex, dessen „Alarmzufahrt“ von der Senefelderstraße aus erfolgen soll, wird 73,50 Meter lang, 26,50 Meter breit und 9,40 Meter hoch (Firsthöhe). Die Fahrzeughalle umfasst neun Stellplätze und damit auch Tore. Momentan verfügt die Wehr über sieben Fahrzeuge. Im Erdgeschoss sind weiter eingeplant: die Einsatzzentrale, ein kleiner Besprechungsraum, das Kommandantenbüro, Umkleide, eine Werkstatt mit zwei Lagerräumen, eine Atemschutzpflegestelle und eine Schlauchwaschanlage. Im Obergeschoss sind vorgesehen: ein großer und ein kleiner Schulungsraum (mit Küche), ein WC-Trakt, Räume für die Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie Lagerräume. Auf dem Gelände um das Feuerwehrhaus soll Platz für 55 Autos sein. Ein Lastenaufzug soll für Barrierefreiheit sorgen.

    Die meisten Ratsmitglieder lobten das Vorhaben uneingeschränkt. Hans-Ludwig Held (CSU/Amerbacher Liste) meinte: „Die sehr lange Planungsphase war auch nötig.“ Die Stadt habe bei dem Projekt noch viele Schritte vor sich. Nun müsse der richtige Zeitpunkt für die Ausschreibung der Bauarbeiten gefunden werden: „Wir müssen schauen, dass wir es halbwegs im Kostenrahmen halten.“

    Kostenrahmen: Allein fünf Millionen Euro für den Baukörper

    Wie dieser aussieht, ist derzeit unklar. Konkrete Summen zu nennen, wäre zum jetzigen Zeitpunkt unseriös, merkte Bürgermeister Drexler an. Im Raum steht ein Betrag von mindestens fünf Millionen Euro allein für den Baukörper.

    Johann Roßkopf (SPD/UWW) betonte, eine funktionierende Feuerwehr sei „wichtig für die Bürgerschaft“. Die Ausschreibung werde voraussichtlich im Herbst stattfinden. Roßkopf sagte, er hoffe, dass der Freistaat Bayern die Fördermittel erhöht. Roland Schuster (PWG-FW) erklärte, der Neubau werde dringend benötigt. Um die Kosten nicht explodieren zu lassen, habe man die Planung anpassen müssen. Das Feuerwehrhaus werde jedoch voll funktionsfähig sein mit modernen Standards.

    Gegenüber der ursprünglichen Planung wurde an einigen Stellen gespart. So erhält das Gebäude keinen Schlauchturm. Der würde laut Stadtbaumeister Jaumann wohl 650.000 bis 750.000 Euro kosten. Stattdessen wird eine Schlauchwaschanlage installiert. Die sei für 60.000 bis 80.000 Euro zu haben. Ein weiteres Beispiel: Die Schulungsräume erhalten keine Lüftungsanlage, jedoch Lichtkuppeln, die geöffnet werden können.

    Diana Waimann (Frauenliste) und Werner Waimann (Grüne) sagten, sie stünden voll hinter dem neuen Feuerwehrhaus, monierten aber einige Punkte im Vorgehen – und lehnten deshalb ihre Zustimmung für die Pläne ab.

    Kommandant Brunner-Hauck hatte das Privileg, das Schlusswort sprechen zu dürfen. Hoffentlich könne der Bau, für den mehrere Jahre eingeplant sind, zeitnah begonnen werden, sagte er: „Lasst es uns gemeinsam angehen.“

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