Newsticker

Fast ganz Österreich und große Teile Italiens sind nun Corona-Risikogebiete

Tennis

30.04.2015

Neuerung soll Teams erhalten

Kreisvorsitzender Hannes Hingst spricht im Interview über die kommende Saison

Mit Beginn des Frühlingsmonats Mai werden in der Region wieder die Schläger ausgepackt, denn es beginnt die Tennissaison. Am Samstag startet der Punktspielbetrieb. Das letzte Punktspielwochenende ist am 10. bis 12. Juli. Die Donauwörther Zeitung hat vor Beginn mit Kreisvorsitzendem Hannes Hingst gesprochen.

Seit der vergangenen Saison gibt es eine neue Regel: Für einen Einzelsieg gibt es zwei Punkte für ein gewonnenes Doppel drei. Ziel war es, dass weniger Doppel hergeschenkt werden. Hat sich die Regel bewährt?

Auf dem Verbandstag wurde das Thema angesprochen. Die Meinungen gingen auseinander. Laut Statistik wurden mehr Doppel gespielt als früher. Die Absager-Quote war zwar geringer, der Wert war aber nicht so groß, um jubeln zu können.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Was denken Sie persönlich darüber?

Ich glaube, die Neuerung hat nicht viel gebracht. Wer gerne Doppel spielt, tritt an, egal, wie viele Punkte es dafür gibt. Wer keinen Spaß daran hat, der lässt sich auch nicht davon abhalten, es herzuschenken. Aber generell stehe ich dahinter, dass man so was ausprobiert.

Hessen war Vorreiter für die neue Zählweise. Dort wurde sie schließlich wieder rückgängig gemacht. Gibt es auch in Bayern solche Überlegungen?

Bislang nicht. Man hat sich darauf geeinigt, die neue Bepunktung noch ein bis zwei Jahre beizubehalten und dann noch einmal ein Fazit zu ziehen. Warum die Hessen sie wieder rückgängig gemacht haben, ist nicht ganz klar. Ich denke, die alte Zählweise war noch immer in den Köpfen der Sportler.

Gibt es auch für dieses Jahr Neuerungen im Spielbetrieb?

Nichts Gravierendes, es wurden nur kleine Korrekturen vorgenommen, wie etwa die Nachmeldung von Jugendlichen. Diese können nun noch bis Mitte März nachgemeldet werden. Das ist nicht schlecht, ich denke, so werden weniger Mannschaften wegbrechen. Es gab auch schon größere Neuerungen, die meiner Meinung nach sehr sinnvoll waren.

Welche waren das zum Beispiel?

Etwa, dass jüngere Teams auch gemischt spielen dürfen. Dadurch fallen sie nicht so schnell auseinander, wenn etwa ein Spieler krank oder verhindert ist. Ein Bub kann nun durch ein Mädchen ersetzt werden und umgekehrt. Das ist sicher ein Vorteil.

Wie haben sich die Mitgliederzahlen beim Tennis-Nachwuchs entwickelt?

Gar nicht so schlecht, wir haben einen Grundstock an Jugendteams. Tennis wird angenommen. Natürlich sind die fetten Jahre aus der Ära Boris Becker und Steffi Graf vorbei, aber die Zahlen sind stabil.

Wie steht es bei den Erwachsenen?

Das Niveau ist insgesamt eher rückläufig, die Mannschaften werden weniger. Vor allem bei den älteren Jahrgängen. Das können die Jungen nicht ganz auffangen. Aber wir haben auch keine riesige Lücke zu beklagen. Wir haben wieder rund 160 Mannschaften im Kreis.

Der Tennis-Verband strebt Mitgliederwachstum an und will in dieser Richtung aktiv werden. Wie sehen Sie die Bemühungen, etwa an Schulen, um Nachwuchs zu werben?

Schultennis gibt es schon seit Jahren. Der Erfolg, die Leute dadurch über Jahre an einen Verein zu binden, ist aber sehr gering. Trotzdem möchte ich solche Projekte nicht kleinreden.

Was wünschen Sie sich in dieser Saison?

Das die Leute vor allem Spaß am Tennis haben und die Wettkämpfe nicht so verbissen sehen.

Interview: Stephanie Utz

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren