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Mering

26.01.2020

Ärger um Wohnbau: Aus einem Haus werden zwei

Insgesamt vier geplante Mehrfamilienhäuser hat der Meringer Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung abgelehnt.
Foto: Alexander Kaya

Plus Meringer Räte lehnen insgesamt vier Gebäude ab und empfehlen einen weiteren Bebauungsplan. Die Nachverdichtung wollen sie selbst steuern.

Wohnraum ist in Mering gefragt wie nie. Entsprechend attraktiv ist der Ort für die Bauträger. Immer wieder ist deswegen der Bauausschuss gefordert, die Nachverdichtung in verträgliche Bahnen zu lenken. So hatte es das Gremium in der jüngsten Sitzung wieder mit einer ganzen Reihe von Anträgen für Mehrfamilienhäuser zu tun.

  • Gärtnerstraße Abgelehnt wurde in der jüngsten Bauausschusssitzung der Bau von zwei Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage in der Gärtnerstraße 2. In der Bauausschusssitzung im März 2019 war ein Vorbescheid zur Errichtung eines Mehrfamilienhauses von den Räten mit 12:1 Stimmen befürwortet worden. Im aktuellen Bauantrag war nun jedoch plötzlich von zwei Mehrfamilienhäusern die Rede. Auch die vorgesehene Geschosszahl hatte sich noch erhöht. „Jetzt hört der Spaß auf“, echauffierte sich Georg Resch, Sprecher der CSU-Fraktion. Die Gärtnerstraße sei ein sensibles Gebiet, so der Gemeinderat, die Räte hätten den Vorbescheid positiv entschieden, aber jetzt noch mehr zu wollen, sei ein Unding.
  • Donauschwabenring Auch den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage im Donauschwabenring 64 in Mering-St. Afra lehnten die Räte ab. „Das hatten wir doch schon mal“, grinste Bürgermeister Hans-Dieter Kandler. Angefragt war ein vierstöckiges Haus plus Dachgeschoss. Gegenüber steht auch schon ein Hochhaus mit fünf Stockwerken. Doch so war die Bebauung den Räten zu massiv. Es werden jetzt eine Veränderungssperre und die Erstellung eines Bebauungsplans im Gemeinderat geprüft.
  • Augsburger Straße Ebenfalls abgelehnt haben die Räte die Sanierung eines Wohn- und Geschäftshauses in der Augsburger Straße 2. Das Ladengeschäft sollte auch um ein Geschoss aufgestockt werden. Hier sollte neuer Wohnraum entstehen, insgesamt acht Wohneinheiten. Der Grund für die Ablehnung lag aber darin begründet, dass von den 16 errechneten Stellplätzen sieben hätten abgelöst werden müssen. Somit wären nur neun Stellplätze vorhanden gewesen. Das war den Räten dann doch zu wenig. Georg Resch brachte es auf den Punkt: „Die Verdichtung an der Hauptstraße ist schon extrem“. Auch Ingrid Singer-Prochazka (SPD) gab zu erkennen, dass es ihr da „zu eng“ sei. Johann Müller-Zurlinden schlug mit Augenzwinkern Duplex-Garagen vor.
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