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Auch Firmen haben soziale Verantwortung

Kommentar Von Katja Röderer
06.01.2019

Der Arbeitsmarkt ist leergefegt. Warum finden Hartz-IV-Empfänger trotzdem so schlecht einen neuen Job?

Das Konzept erinnert an die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen aus den 90ern: Um schwer vermittelbare Langzeitarbeitslose auf dem Arbeitsmarkt unterzubringen, bezahlt das Jobcenter Lohnkostenzuschüsse an die Unternehmen, in denen diese Menschen arbeiten. Auch Weiterbildungen werden in einem bestimmten Rahmen vom Jobcenter finanziert. Jetzt trägt das Konzept den Namen Teilhabechancengesetz (THCG).

Der Chef des Jobcenters Wittelsbacher Land, Gottfried Denkel, hatte darauf gehofft, denn es hilft den Mitarbeitern im Jobcenter, ihre Arbeit zu erledigen: Sie sollen Menschen in bezahlte Arbeit bringen. Dabei könnte man meinen, dass jemand, der in einem Unternehmen arbeitet, auch vom Unternehmer bezahlt werden sollte. Vor allem in Zeiten, in denen der Arbeitsmarkt wie leer gefegt ist, müssten Unternehmer doch auch weniger Qualifizierten eine Chance geben. Oder zumindest deren Weiterbildung finanzieren. Auch Unternehmer haben soziale Verantwortung, nicht nur die Steuerzahler, die jetzt dafür aufkommen.

Der Chef des Jobcenters in Aichach rechnet damit, dass etwa 100 Menschen im Landkreis für eine solche Beschäftigung geeignet wären. Etwa zehn von ihnen könnten die Maßnahme 2019 nutzen, vermutet er. Diesen motivierten Menschen sollten jetzt alle die Daumen drücken, dass der Schritt ins Arbeitsleben trotz schwieriger Vorgeschichten gelingt. Und dass sie nach der Schonfrist mit beiden Beinen fest im Arbeitsleben stehen. Auf dem Arbeitsmarkt werden dringend Leute gebraucht. 

Lesen Sie unseren Bericht Jobcenter kann kompletten Lohn übernehmen

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