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Friedberg

11.10.2016

Auf„LiteraTour“ durch Friedberg

Aus dem Buch „Die Pest“ von Albert Camus las der Schauspieler Christian Beier an der Gedenktafel für das Ende des Zweiten Weltkrieg und des Nationalsozialismus im Rahmen der „LiteraTour“.
Bild: Wolfram Grzabka

Der Schauspieler Christian Beier las an fünf Orten aus fünf Büchern. Sie waren so ausgewählt, dass sie gut zueinanderpassten.

„Fünf Orte – fünf Bücher“ lautete das Motto der ersten „LitaraTour“ durch Friedberg. Die Veranstaltung war ein Geburtstagsgeschenk — gefeiert wurde das einjährige Bestehen des Bücherschranks vor der Stadtpfarrkirche. Organisator Wolfram Grzabka wollte neugierig machen auf Literatur und Friedberger dazu bringen, alt bekannte Orte neu zu entdecken.

Über 50 Menschen nahmen das kostenlose Angebot wahr. Mehr hätten es gar nicht sein dürfen, damit jeder noch alle Lesungen versteht. Wichtig war Grzabka, dessen Werbeagentur als Veranstalter fungierte, bekannte Werke bzw. Autoren auszuwählen. Außerdem sollten die Texte einen Bezug haben zu den Orten, an denen der Schauspieler Christian Beier sie vortrug.

Teilnehmer wünschen sich eine Wiederholung

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So war in der Stadtpfarrkirche St. Jakob Harry Mulischs „Die Entdeckung des Himmels” zu hören, anschließend vor dem Küchenfenster des Gasthauses Zieglerbräu „Der Koch“ von Martin Suter. „Die Schachnovelle” von Stefan Zweig folgte im historischen Sitzungssaal im Rathaus und an der Gedenktafel zum Kriegsende las Beier aus „Die Pest” von Albert Camus – eine Parabel auf den Nationalsozialismus.

Den Schlusspunkt setzte auf der Treppe ins Viertel Unterm Berg „American Psycho” von Bret Easton Ellis. Wie für den Protagonisten des Romans seien dort Auf- und Abstieg möglich, sagte Grzabka. Dass er die Bücher im Anschluss an Teilnehmer verschenkte, kam besonders gut an. Viele äußerten den Wunsch auf Wiederholung, dem er versuchen wird, im nächsten Herbst nachzukommen.

Bücherschrank kommt gut an

Und wie geht es dem „Geburtstagskind“ Bücherschrank? „Papa“ Wolfram Grzabka, der der Stadt den Schrank vor einem Jahr geschenkt hat, ist sehr zufrieden mit dessen Entwicklung. Jeder kann dort Bücher einstellen oder welche mitnehmen. Während sich in solchen Objekten oft viel Ausschuss sammelt, betont Grzabka, es laufe „überraschend gut“. Es gebe viel Gutes, immer wieder Neuerscheinungen oder Hardcover-Bücher.

Zugute komme dem Projekt, dass zwei Frauen vom Bürgernetz den Schrank „pflegen“. Grzabka sagt: „Die Fluktuation ist enorm. In drei Wochen ist der Inhalt ausgewechselt.“ Selber stellen er und seine Frau auch das eine oder andere gute Buch hinein, unter anderem all diejenigen Bände, die in der Facebook-Gruppe „Literaturfreunde Friedberg“ besprochen werden.

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