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Premiere

21.02.2018

Auf der Pfarrbühne ist der Teufel los

Das Team der Pfarrbühne lässt den „Deifi Sparifankerl“ los.
Bild: Peter Stöbich

Die Darsteller proben noch eifrig für „Deifi Sparifankerl“. Aufführungen sind am 9. und 10. März

„Das Lampenfieber wird im Lauf der Jahre nicht weniger“, weiß Karin Meier, eine der Gründerinnen der Merchinger Pfarrbühne. Obwohl sie seit 2011 Erfahrung als Darstellerin gesammelt hat, ist die Aufregung vor jeder Premiere immer wieder groß. Das dürfte bei der neuen Inszenierung nicht anders sein, für die kommenden Sonntag der Kartenvorverkauf in der Mehrzweckhalle beginnt.

Vor sieben Jahren hatten sich die Laiendarsteller mit dem Schwank „Handylust und Handyfrust“ erstmals in die Öffentlichkeit gewagt. „Damals kam mein Sohn Tobias gerade in die Schule, heute ist er im Helferteam mit dabei“, wundert sich Karin Meier, wie rasch die Zeit vergangen ist. Ihre 16-jährige Tochter Hanna ist gemeinsam mit Claudia Mayr als Souffleuse im Einsatz und hört daheim ihre Mutter ab, wenn diese seitenweise Text lernen muss.

Auch bei den übrigen Mitwirkenden ist die ganze Familie für die Pfarrbühne mit eingespannt, denn das Publikum in Merching wird zwei Abende lang mit Kaffee und Kuchen, Wurstsalat und sonstigen Schmankerln bewirtet. Für Küche, Licht und Ton, Bühnenbild, Maske und Requisite sind hinter den Kulissen zahlreiche fleißige Helfer im Einsatz. Viele Einrichtungsgegenstände, die auf der Bühne zu sehen sind, bringen die Darsteller von daheim mit und als Kostüm muss schon mal der alte Hochzeitsanzug herhalten, kombiniert mit einigen Accessoires vom letzten Fasching.

„Trotz aller Nervosität ist es auch bei der achten Aufführung noch eine Riesengaudi!“, freut sich Karin Meier auf die Aufführungen des Dreiakters „Deifi Sparifankerl“. Erstmals wird sie im feschen Dirndl auf der Bühne stehen und hoffentlich keinen Mordsschreck erleben wie im Stück „Stadlgeheimnis“.„Damals hatte ich meinen Text vergessen und konnte mich nur retten, weil ich im Heu das Textbuch versteckt habe.“

„Deifi Sparifankerl“ ist ein heiterer Theaterspaß des Autors Ralph Wallner. Als Hauptdarsteller kann Bruno Meier sein komödiantisches Talent voll ausspielen. Auf der Pfarrbühne erscheint er aber nicht als furchteinflößender Höllenfürst, sondern eher als nettes bayerisches Teuferl, das einer guten Mahlzeit sehr zugetan ist. Leider geht es aber auf dem Ziegenbauernhof der Geschwister Senta (Anna Schiffmann) und Bertl (Siggi Schamberger) recht armselig zu.

Von seinem Freund Nepomuk (Markus Zimmer) lässt sich Bertl deshalb zu einer Straftat anstiften, was dem Sparifankerl und dessen Mutter (Andrea Mayer) gerade recht kommt. Teuflisch gut findet der Lucki, wie er sich auf Erden nennt, auch die geile Goldtalerin – eine Paraderolle für Cilli Stadtherr, die auch für die Gestaltung der Bühne verantwortlich ist.

In weiteren Rollen werden Fatih Aydin und Franziska Rieger zu sehen sein, Regie führt wieder Claudia Falk. Sie hat ihr Talent als Autorin, Regisseurin und Schauspielerin schon in die Wiege gelegt bekommen. „Weil mein Vater und mein Opa Theater gespielt haben, war ich bereits als Kind von allem fasziniert, was mit der Bühne zu tun hat.“ Ihre erste Rolle durfte sie 1987 mit 17 Jahren beim Königsbrunner Bauerntheater spielen.

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