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Premiere

22.04.2015

Das Neue Theater bringt „Die Welle“

Eine diktatorische Gesellschaftsform etabliert sich in einer Schulklasse: Das Neue Theater Mering führt zum Jubiläum das Stück „Die Welle“ auf. Premiere ist am 30. April.
Bild: Thomas Steinhardt

Im 25. Jahr ihres Bestehens bindet die Bühne Jugendliche und Erwachsene in ein Stück ein und greift aktuelle Tendenzen damit auf

Im 25. Jahr seines Bestehens feiert das Neue Theater Mering eine Premiere ganz eigener Art: Erstmals bringen Jugendliche und Erwachsene gemeinsam ein Stück auf die Bühne: „Die Welle“.

Das Stück zeigt in erschreckender Weise, wie einfach Menschen beeinflusst werden können, und wie es gelingen kann, eine diktatorische Gesellschaftsform zu etablieren. Es in Mering im Dachtheater zu inszenieren, steht schon länger auf der Wunschliste der Theatermacher, wie Regisseurin Simone Seitz erzählt. Erst jetzt aber, da es eine Jugendgruppe im Theater („Neons“) mit genügend Mitgliedern gibt, ist es möglich, das Stück zu spielen: Denn die Hauptdarsteller sind Jugendliche. Sie stellen Schüler dar, mit denen Lehrer Ben Ross (Theaterchef Markus Schwab) ein Experiment unternimmt. Ein Experiment darin, wie junge Leute beeinflusst werden und Teil eines totalitären Systems werden können.

Das Stück „Die Welle“ beruht auf einem im Jahr 1967 an einer Schule in den USA tatsächlich durchgeführten Versuch („The third Wave“) und einem darauf fußenden Buch des Autors Morton Rhues. Es wurde vielfach inszeniert und auch verfilmt. In zahlreichen Proben und etlichen Bühnenbau-Arbeitsstunden hat das Neue Theater Mering das Stück vorbereitet – die Zusammenarbeit zwischen alten Theater-Hasen und den Neons hat sich als für beide Seiten sehr befruchtend herauskristallisiert. Die Theatermacher warten in diesem Zusammenhang übrigens mit noch einer Premiere auf: Erstmals in der Geschichte des Vereins ist während der Proben ein Video erstellt worden, das in der Internetplattform YouTube praktisch als Werbemittel für die Meringer Inszenierung zu sehen ist (Verlinkung via Hompage des Neuen Theaters). Wer übrigens das Ende des Films „Die Welle“ im Kopf hat, wo es zu einer Schießerei kommt, sollte nicht mit dieser Erwartung ins Dachtheater an der Meringer Schlossmühle kommen. Denn Regisseurin Seitz und ihr Team haben sich für einen anderen Schluss entschieden. (ste)

Donnerstag, 30. April, 19 Uhr; Samstag, 2. Mai, 19 Uhr; Sonntag, 3. Mai, 18 Uhr; Freitag, 8. Mai, 19 Uhr; Sonntag, 10. Mai, 18 Uhr im Dachtheater in der Meringer Schlossmühle (4. Stock; Aufzug vorhanden). Karten sind erhältlich bei Elektro Schuster, im Internet über www.neues-theater-mering.de oder bei Familie Grundei, Telefon 08233/780193. Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt sechs Euro.

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