Kirche

25.04.2018

Der Brückenbauer

Pater Alexander Holzbach (links) und Alexander Schweda befassten sich zum Tag des offenen Klosters mit Leben und Wirken von Vinzenz Pallotti. Foto: Manuela Rieger

Pater Alexander Holzbach und Alexander Schweda denken über die Ideen Vinzenz Pallottis nach.

Verankert in kirchlichen Formen und Formeln hat sich der Glaube als fester Bestandteil im Leben der Menschen weitgehend aufgelöst. Menschen sind heute mehr denn je auf der Suche nach einer neuen Sichtweise jenseits althergebrachter Vorstellungen. Zentral ist dabei die Frage nach Gott, nach dem eigenen Woher und Wohin. Die Antwort versuchten Pater Alexander Holzmann und Alexander Schweda in der Friedberger Pallottiner-Kirche in ihrem Programm „Alles Pallotti“ zu geben

Zufällig fiel der Tag der offenen Klöster auf den Geburtstag des Gründers der Gemeinschaft der Pallottiner. Vinzenz Pallotti kam am 21. April 1795 zu einer Zeit des Umbruchs zur Welt, denn die bislang scheinbar sichere Ordnung galt nicht mehr, Kirche und Kirchenstaat schwankten unter den Anfängen von Aufklärung und Französischer Revolution. Als Kind wurde er getragen vom tiefen Glauben seiner Eltern. Er konnte trotz seiner schwachen Gesundheit studieren.

Pallotti war davon überzeugt, dass alle Menschen von Gott eingeladen und beauftragt sind, seine Liebe zu bezeugen und damit Glauben zu verkünden. Dies vertrat er in seinen Schriften wie in seinem vielfältigen Einsatz. So weckte er in den Menschen das Bewusstsein ihrer Berufung. Bald sprach sich sein Charisma herum, er wurde zu einem gefragten Beichtvater und Prediger, rastlos unterwegs zu den Menschen. Allen, die keine Hoffnung hatten, schenkte Pallotti seine Zuwendung. Er ging offenen Auges durch die Straßen Roms. Sein Blick war wach für das, was die Menschen brauchten. Er motivierte Wohlhabende, ihre Mittel beizutragen, und gewann aus allen Schichten Freunde, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Die Intensität seines Glaubens und die Erfahrung, dass Gott unendlich liebt, wurden zum Antrieb für sein Handeln. Was er mit seinem Gott erlebt, das drängt ihn zu den Menschen. Pallotti ist wie eine Brücke zu Gott im Leben und dem Alltag der Menschen. Sein Wirken im Dienst der Nächstenliebe und der Barmherzigkeit ist heute in der ganzen Welt notwendig.

Schweda spielte Gitarre, seine Lieder zeigten das Leben im Alltag. Natürlich kreisten auch seine Texte um Liebe im Guten und Schlechten, Frieden und Harmonie, auch mal im angelehnten gregorianischen Stil. Pater Holzbach verlas mit einem Teil des Lebenslaufs eine Auswahl der innigen Gebete Pallottis.

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