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Ausstellung

25.02.2015

Diese Fundgrube ist außergewöhnlich

Die aktuelle Ausstellung in der Rinnenthaler Galerie Weil kann herrliche Diskussionen auslösen: Thomas Weil, Bürgermeister Roland Eichmann und Claudia Weil (von links) während der Vernissage.
Bild: Manuela Rieger

Rinnenthaler Galerie Weil zeigt in einer Entdeckungsreise konkrete Kunst von heute. Altmeister und Schaffer der konkreten und visuellen Poesie sind vertreten

Besucher der Galerie Weil in Rinnenthal können bis 20. März eine Entdeckungsreise unternehmen durch Arbeiten aus der Sammlung von Claudia Weil – ergänzt durch Leihgaben. Von Malerei zu Grafik kann der Besucher dabei der Frage nachspüren: Was ist konkrete Kunst heute?

Zu entdecken sind Malereien, und Grafiken von älteren Künstlern zusammen mit zeitgenössischen, deren Schaffen auf die konkreten Bildmittel wie Linie, Farbe, Fläche, Volumen und Raum konzentriert ist. Ihrer Kunst liegt die Idee zugrunde, rein geistigen Inhalten ästhetischen Ausdruck zu verleihen. In der Einfachheit der Formensprache zeigt sich eine erstaunliche Bandbreite der Variationen, die mit den Augen erkundet und nachvollzogen werden will.

Vertreten sind Altmeister, wie Günther Uecker und Rupprecht Geiger, aber auch Künstler der konkreten und visuellen Poesie, wie Eugen Gomringer. Sie alle verbindet die Befreiung vom Imitationszwang, also dem Nachbilden der sichtbaren Wirklichkeit und die Beschränkung auf zumeist wenige, einfache, geometrische Elemente. Die dennoch äußerst individuellen Handschriften lassen Gruppierungen zu: Farbintensive Arbeiten, wie etwa von Marie Luise Heller oder Thomas Weil, stehen neben solchen, die bewusst auf Farbe verzichten. Die Arbeiten von Hideaki Yamanobe fordern den Betrachter, in einen eigenständigen energetischen Austausch zu treten, der intellektuelle und intuitive Momente einschließt. Diese Sonderhängung ist eine außergewöhnliche Fundgrube, die Lust auf weitere Beispiele dieser Kunst macht.

Es ist nicht nur im Thema selbst begründet, dass der Formenkanon noch lange nicht erschöpft ist. Unter den Nachwuchskünstlern, wie Ivo Ringe, gibt es etliche, die sich gegenwärtig damit beschäftigen und so diese Entwicklung mit individueller Prägung fortsetzen. Parallel dazu wird im Projektraum eine Hängung der farbintensiven Bilderserie „Wasser“ (eher Irritationen-Spiegelungen) von dem in Augsburg lebenden Künstler Christoph Dittrich gezeigt.

Die in der Bibliothek ausgelegten Kataloge und Publikationen widmen sich den jeweiligen künstlerischen Positionen sowie dem Zusammenspiel der Künstler untereinander, auch im Hinblick auf das überregionale und internationale Geschehen.

ist die Ausstellung in der Galerie von Claudia Weil in Friedberg-Rinnenthal, Griesbachstraße 19, bis 20. März jeweils samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr und donnerstags von 17 bis 21 Uhr. Oder jederzeit nach Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 08208/8273.

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