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Wirtschaft in Friedberg

05.06.2018

Dritte Generation steht in den Startlöchern

Der Malerbetrieb Wolf in Friedberg wird in zweiter Generation von Jürgen Wolf geführt. Von links nach rechts: Seniorchef und Firmengründer Rudolf Wolf, Inhaber Jürgen Wolf und Juniorchef Stefan Wolf mit Sohn Benedikt.
Bild: Mareike König

Für zwei ganz besondere Friedberger Gebäude haben Jürgen Wolf und seine Mitarbeiter bereits Malerarbeiten durchgeführt.

Der jüngste Neuzugang im Malerbetrieb Wolf heißt Benedikt und ist viereinhalb Monate alt. „Die vierte Generation schnuppert schon den Farbgeruch“, erklärt Benedikts Großvater, Jürgen Wolf, bei der kleinen Feier, die der Betrieb anlässlich seines 45-jährigen Bestehens abhält. Benedikts Vater Stefan hat seit dem Jahr 2015 seinen Meisterbrief. Und damit die Grundlage geschaffen, dass der Betrieb auch noch in dritter Generation weiter bestehen kann.

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Im Juni 1973 startete Rudolf Wolf in Rederzhausen mit einem Einmannbetrieb. Bald kam eine Werkstatt dazu, dann ein paar Mitarbeiter. Darunter Johann Gabriel, der seit 1978 im Unternehmen arbeitet und heuer die Goldene Medaille der Handwerkskammer Schwaben für seine 40-jährige Betriebszugehörigkeit erhielt. Der Sohn und aktuelle Inhaber Jürgen Wolf fing 1980 als Lehrling bei seinem Vater an. Als 1994 das neue Gelände mit eigenem Farbenfachhandel eröffnet wurde, stieg die Ehefrau von Jürgen Wolf, Sabine, in das Familiengeschäft ein und ist seitdem für den Laden zuständig. Neben der Familie beschäftigt Wolf fünf Malergesellen, dazu zwei Lehrlinge. Sabine Wolf wird im Fachhandel von einer Mitarbeiterin unterstützt.

Inhaber Wolf ist mit der aktuellen Auftragslage zufrieden: „Handwerk läuft doch eigentlich immer gut“, sagt er. Ein großes Problem habe er allerdings: qualifizierte Mitarbeiter finden. „In diesem Jahr haben wir Glück und zwei gute Lehrlinge gefunden. In den letzten beiden Jahren konnten wir nicht ausbilden, weil es einfach keine Leute gab“, berichtet Wolf. „Auch gute Facharbeiter sind sehr schwierig zu finden“, ergänzt er.

Der Betrieb arbeitet vor allem für Privatkunden in Friedberg und rund um Augsburg. Außerdem hat Wolf mit seinem Handwerk eine ganz besondere Nische gefunden: „Wir arbeiten viel im Bereich Denkmalschutz, besonders in Kirchen“, sagt Wolf. So restaurierten der Friedberger und seine Mitarbeiter gemeinsam mit ausgebildeten Kirchenmalern die Wallfahrtskirche Herrgottsruh. „Und 2014 haben wir dann die Außenfassade des Kirchturms von St. Jakob in der Innenstadt gemacht“, berichtet Wolf.

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