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Mering

22.01.2019

Echte Zocker kommen bei den Spieletagen auf ihre Kosten

Miriam und Lukas Gerhard sind begeisterte Spieler und probieren immer wieder Neues aus.
Bild: Peter Stöbich

Bei den Meringer Spieletagen des Kreisjugendrings können wieder mehrere hundert Karten- und Brettspiele ausprobiert werden. Ein junges Paar freut sich ganz besonders.

Gemeinsamen Spielespaß für die ganze Familie hat der Kreisjugendring (KJR) Aichach-Friedberg wieder im Programm. Im Papst Johannes-Haus in Mering werden von Donnerstag bis Sonntag, 7. bis 10. Februar, erneut die beliebten Spieletage stattfinden. Hier kann kostenlos Neues ausprobiert werden. Ein Ziel der Veranstaltung ist laut KJR-Geschäftsführerin Gottfriede Kruppa, „dass wir die junge Generation mal von Computer und Fernseher wegbringen und in der Familie wieder mehr miteinander geredet wird als ständig nur auf dem Smartphone rumgetippt“.

Virtuelle Monster oder schießwütige Killer, wie es sie in vielen PC-Spielen gibt, haben in Mering keinen Zutritt. Vielmehr stehen mehrere hundert Lege-, Karten- und Taktikspiele zur Verfügung. „Spannend wird es am Freitag und Samstag jeweils von 16 bis 18 Uhr“, verspricht Kruppa, „dann stellen wir verschiedene Zauberwürfel mit Lösungen vor.“ Der nach seinem Erfinder benannte Rubik’s Cube ist eines der meistverkauften Spielzeuge der Welt. Es geht darum, die verdrehten Würfelseiten möglichst schnell wieder in ihre Ausgangsstellung zu bringen.

In Mering wird viel geboten: Gartenhüpfer und Graf Duckula

Aber auch bei Gartenhüpfer und Graf Duckula, Zauberland oder Zooloretto werden in Mering Erwachsene wieder zu unbeschwerten Kindsköpfen. Um für die eigene Familie das richtige Brettspiel auszuwählen, erklärt Kruppa, sollten sich Eltern erst einmal gemeinsame Vorlieben bewusst machen: Soll der Spieleabend hektisch, laut und lustig sein oder will man sich lieber stundenlang in Strategien und Pläne vertiefen? Gerade für kleinere Kinder sei es wichtig, dass das Spiel einen großen Glücksfaktor und hohen Spannungsbogen habe. „Der Zufall muss fürs Gewinnen eine entscheidende Rolle spielen, und der Sieger sollte nicht nach den ersten Runden feststehen, damit die Kleinen lange mitfiebern und am Ende sogar gewinnen können.“

Auf die große Auswahl beim KJR freuen sich auch Miriam und Lukas Gerhard aus Mering. Das junge Paar hat schon seine Hochzeitsgäste im vergangenen Jahr mit einer Reihe pfiffiger Spiele und Rätsel unterhalten und verbringt auch seine Freizeit gern spielend im Kreis von gleichgesinnten Freunden. „Das sind wir beide von klein auf mit unseren Geschwistern so gewohnt“, sagen sie. Im Dezember lagen für Lukas sieben Spiele unter dem Christbaum.

Der 27-jährige Datenanalyst und seine Frau fahren gern zu Spielemessen, bei denen Verlage ihre Neuheiten vorstellen, oder informieren sich im Internet darüber, was es Interessantes gibt. Und das ist eine ganze Menge, wie ein Blick ins Wohnzimmerregal der Gerhards zeigt: Dort stehen fast hundert Spiele wie Magic Maze oder Munchkin, Tabu oder Twister. „Am liebsten mögen wir komplexe Aufgaben, bei denen die Teilnehmer bestimmte Charaktere verkörpern“, sagt Lukas. Ein Beispiel sind die Legenden von Andor, ein Königreich, das man als Bogenschütze oder Zauberer gegen Feinde verteidigen muss.

Ehepaar hat in seinem Haus einen privaten Escape Room

In seinem Haus in Mering hat das Ehepaar sogar einen privaten Escape Room eingerichtet; das ist ein Spielzimmer, aus dem man nur entkommen kann, wenn verschiedene Aufgaben und Rätsel gelöst sind; kleine Gegenstände oder Zahlenkombinationen liefern den Teilnehmern hilfreiche Hinweise beim Zeitsprung, so der Name des selbst erfundenen Spiels. Die Reihe „Exit“ greift die Idee der Escape Rooms als Brettspiel auf; sie ist dafür konzipiert, nur einmal gespielt zu werden, da den Teilnehmern danach die Lösungen bekannt sind. Die Herausforderungen führen zum Beispiel in eine verlassene Hütte.

Zusammen mit Freunden haben die Gerhards die Idee für ein eigenes Spiel entwickelt, für das es zwar noch keinen Namen gibt, aber schon mehrere Spielfiguren aus dem 3D-Drucker. „Etwas Neues zu kreieren ist ganz schön knifflig, weil es auf dem Markt schon so vieles gibt“, räumt das Paar ein, dem diese Arbeit großen Spaß macht. So viel verrät es schon: „Es geht um eine neue Welt, die sich erst im Laufe des Spiels erschließt.“ Mit der eigenen Erfindung käme Lukas seinem Ziel wieder ein Stück näher: „Im Laufe des Jahres möchte ich in unserem Spieleregal die Hunderter-Marke knacken.“

Die Öffnungszeiten Am Donnerstag, 7. Februar, von 14 bis 18 Uhr, am Freitag, 8. Februar, von 14 bis 22 Uhr, am Samstag, 9. Februar, beginnen die Spieletage um 10 Uhr mit einem Weißwurstfrühstück und dauern bis 20 Uhr und am Sonntag, 10. Februar, von 11 bis 17 Uhr.

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