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Premiere

15.03.2017

Ein Flügel gibt sich die Ehre

Margit Henschel stellt bei einem Klavierabend den neuen Konzertflügel des Meringer Gymnasiums der Öffentlichkeit vor.
Foto: Henschel

Die Meringer Pianistin Margit Henschel stellt bei ihrem Klavierabend am Gymnasium das neue Instrument vor, das für viele Diskussionen gesorgt hat

Nach eineinhalb Jahren dürfen sich die Meringer Bürger auf das Debüt am neuen Yamaha-Konzertflügel freuen. Die Meringer Pianistin Margit Henschel freut sich, dass sie die Ehre hat, den ersten Klavierabend im Gymnasium Mering am Samstag, 1. April, ab 19.30 Uhr geben zu dürfen. Seit Januar bereitet sie sich intensiv für ihre Klaviersoiree vor und löst damit auch ein von ihr gegebenes Versprechen ein.

Den wunderbaren Yamaha-Konzertflügel entdeckte Musiklehrer Pasquale Baratta durch Zufall in Landshut, als er auf der Suche nach einem eigenen Instrument war. Der herrliche Flügel stamme von einer Pariser Konzertbühne und wurde nur zu auserlesenen Wettbewerben sowie von Weltklassepianisten wie Lang Lang und Daniel Barenboim gespielt, verrät Margit Henschel.

Er sei für Konzerte der Schule, aber auch für Konzerte von auswärtigen Pianisten gedacht. Damals gab es viele Diskussionen um das Instrument. Kritiker stellten infrage, ob es an einer Schule einen Konzertflügel dieser Qualität und für 50000 Euro brauche. Der Kreis stellte 20000 Euro zur Verfügung, so viel wie er für einen Schulflügel vorgesehen hatte, der Rest wurde durch Spenden aufgebracht. Die Pianistin hatte sich intensiv bei der Spendensammlung beteiligt und versprochen, für den Flügel ein Konzert zu geben.

Margit Henschel wuchs als Kind eines Konzertpianisten und einer Musiklehrerin in Leipzig auf. Ihr Klavierstudium absolvierte sie an der Hochschule für Musik in Dresden, wo sie zuvor bereits zwei Jahre Gesang studiert hatte. Später wechselte sie für ein Klavier-Aufbaustudium an die Musikhochschule Augsburg zu Dozent Ernst Mauß. Des Weiteren bereitete sie der Münchener Meisterpianist Gerhard Oppitz im Privatunterricht auf verschiedene Konzerte vor. Seit 15 Jahren lebt sie mit ihrer Familie in Mering und fördert begabte Schüler zur Vorbereitung von Klavierwettbewerben, Hochschulstudium sowie zu externen Examina.

Für ihren Klavierabend habe sie sich zwei Komponisten ausgesucht, die sie sehr gerne spiele. Der Abend beginnt mit den sechs „Bagatellen“ op. 126 von Ludwig van Beethoven. Es ist sein letztes Klavierwerk, das er im Jahr 1824 schrieb, als er bereits taub war. Es ist ein abwechslungsreiches Stück, das vom Pianisten musikalisches Temperament und Sensibilität abverlangt. Es folgen die „Intermezzi“ op. 118, die Johannes Brahms im Sommer 1893 komponierte. Es sind sechs ganz unterschiedliche Stücke, die zuweilen ruhig und romantisch, dann wieder laut und schnell sind. Höhepunkt des Abends wird aber die Sonate op. 53 von Ludwig van Beethoven sein. Diese im Jahr 1805 geschriebene „Waldsteinsonate“ widmete der Komponist seinem Förderer Ferdinand Ernst Graf von Waldstein, der ihm ein Studium in Wien bei Joseph Haydn finanziell ermöglichte. Es handelt sich um ein äußerst anspruchsvolles Stück, das nur virtuose Pianisten beherrschen. Margit Henschel wird den Zuhörern zu allen Werken vorab eine kurze Einführung geben.

Der Klavierabend findet am 1. April ab 19.30 Uhr im Gymnasium Mering statt. Karten sind in der Buchhandlung Platzbecker und an der Abendkasse erhältlich.

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