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09.02.2015

Einblicke in die Welt der Philippinen

Die Reisterrassen von Banaue sind eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Philippinen. Sie liegen in einer gebirgigen Landschaft etwa 1500 Meter über dem Meeresspiegel.
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Die Reisterrassen von Banaue sind eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Philippinen. Sie liegen in einer gebirgigen Landschaft etwa 1500 Meter über dem Meeresspiegel.
Bild: Archiv Micon Kreft

 Die Meringerin Micon Kreft nimmt ihre Zuhörer mit auf eine Reise in ihre Heimat und zeigt mit drei Veranstaltungen wie dort gelebt, gefeiert und gegessen wird

Die auf den Philippinen geborene Meringerin Micon Kreft lebt seit 13 Jahren in Deutschland, seit 2005 ist die Marktgemeinde Mering für sie und ihre Familie zur Heimat geworden. Vorher hatte sie zehn Jahre in Rom gelebt und gearbeitet. Da die diesjährige Fastenaktion von Misereor auf die Veränderungen des Klimas und die Auswirkungen auf das Leben der Menschen aufmerksam machen möchte und die besonders gefährdeten Fischerfamilien der Philippinen ausgewählt hat, erklärte sich die gebürtige Philippinin bereit, drei Veranstaltungen in Mering vorzubereiten.

Die erste Veranstaltung „Philippinen – Land und Leute“ findet am Freitag, 27. Februar, um 20 Uhr in der Meringer Bücherei statt. Etwa eine Stunde wird Micon Kreft den Zuhörern mit einem Bildvortrag einen Einblick in ihr Heimatland geben. Sie wird über die Landschaft, die Kultur, Wirtschaft und Geschichte sprechen. Viele Filipinos (Pilipinos in der Landessprache) wandern aus, um in anderen Ländern als Gastarbeiter tätig zu sein. Die Besucher werden auch erfahren, warum Englisch jetzt die Amtssprache der Philippinen ist und warum der Satz „I shall return“ so berühmt bei der Bevölkerung ist. Aufgrund der mehr als 300-jährigen Kolonisation der Spanier existieren viele spanische Wörter. Das Aussehen der Flagge und religiöse Besonderheiten wird sie ebenfalls erklären. Mit dem „Senakulo“ während der Osterwoche wollen die Filipinos das Leiden Jesu nacherleben und erhoffen sich Erlösung für ihre eigenen Sünden, erzählt Micon Kreft. Auch auf die vielen Vulkane und die Gefahr von Tsunamis wird sie zu sprechen kommen. Die verschiedenen ethnischen Gruppen des Landes, deren Trachten und Lebensgewohnheiten wird sie vorstellen und den Vortrag mit farbenprächtigen Bildern untermalen. Nach dem Referat haben die Zuhörer die Gelegenheit, Fragen an die Referentin zu stellen oder sich von ihr Tipps für eine Reise auf die Philippinen geben zu lassen. Micon Kreft wird selbst im Sommer wieder ihren Urlaub in der Heimat verbringen.

Am Sonntag, 1. März, finden in Mering in der katholischen Pfarrkirche, im Papst-Johannes-Haus und in der Mehrzweckhalle verschiedene Veranstaltungen statt. Nach einem Eröffnungsgottesdienst mit mehreren Gastzelebranten und dem Chor Choradi um 10.30 Uhr in der St.-Michael-Kirche gibt es ein Solidaritätsessen, Kaffee und Kuchen, einen Markt der Möglichkeiten und philippinische Tänze. Für 14 Uhr ist eine Podiumsdiskussion zum Klimawandel geplant.

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Micon Kreft wird um 14 Uhr und um 15 Uhr im Papst-Johannes-Haus Märchen für Kinder ab fünf Jahren erzählen, Eltern und Erwachsene sind dazu ebenfalls willkommen. Philippinische Märchen vermitteln dem Leser oder Zuhörer immer eine Moral und animieren ihn zu einem bestimmten Verhalten. „Ich habe mir fünfzehn Märchen in englischer Sprache durchgelesen und vier davon in die engere Wahl genommen“, erzählt Micon Kreft. Besonders gut gefallen ihr „Pinya oder Warum die Ananas so viele Augen hat“, „Die zwei Kätzchen“ oder „Der neue König der Frösche“, verrät sie. Vielleicht entscheidet sie sich aber auch für eine der vielen Geschichten vom faulen Juan.

Von 13 bis 15.30 Uhr besteht auch die Möglichkeit,mit einfachen Materialien zu basteln und zu spielen – wie die Kinder auf den Philippinen. Workshops mit dem Titel „Flucht, Migration und Asyl“ und „Gott und Gold – wie viel ist genug?“ stehen um 14 Uhr beziehungsweise um 15 Uhr auf dem Programm, um 15 Uhr wird der Film „Der Bauer mit den Regenwürmern“ gezeigt, bevor der Tag mit einer Andacht in der katholischen Pfarrkirche um 16 Uhr endet.

Eine Woche später wird Micon Kreft mit katholischen Jugendlichen in Mering ein philippinisches Gericht kochen. „Arroz caldo“, eine Reissuppe mit Huhn, hat sie ausgewählt. „Für ein gutes Gelingen sind Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Frühlingszwiebeln erforderlich“, verrät sie. Nach einer ungefähr 20-minütigen Andacht, die um 19 Uhr beginnt, wird das Gericht gegessen, dazu sind auch Besucher eingeladen.

Vom 27. Februar bis 2. April gibt es in der Meringer Bücherei eine zum Thema passende Buchausstellung. Sie umfasst Titel über die Philippinen und aktuelle Bücher zum Klimawandel sowie Sachbücher für Kinder zu den Themen „Klima“, „Eine Welt“ und über das Leben von Kindern in anderen Ländern. Im Februar und März finden noch viele weitere Veranstaltungen wie Gottesdienste, Referate oder ein Benefizkonzert der Kolpingkapelle als Rahmenprogramm der Misereor-Fastenaktion statt, die im einzelnen unter www.misereoreroeffnung.de ersichtlich sind.

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