1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Friedberger Klinik: Wenn Personalmangel spürbar wird

Friedberger Klinik: Wenn Personalmangel spürbar wird

Tom Trilges
Kommentar Von Tom Trilges
07.01.2020

Im Gesundheitswesen nehmen die Engpässe zu. Helfen kann nur die Politik.

Der Fachkräftemangel in Deutschland ist weder neu, noch betrifft er ausschließlich die Gesundheitsberufe – einer aktuellen Umfrage zufolge stellt er für Privatunternehmen derzeit das größte Geschäftsrisiko dar. Während der sperrige Begriff wohl die wenigsten gleich in Wallung versetzt, sieht das bei persönlicher Betroffenheit verständlicherweise anders aus.

Der Fall Peter Kunath am Friedberger Krankenhaus zeigt: Im Gegensatz zu früher sind Behandlungen über das absolut Notwendige hinaus offenbar nicht mehr drin. Und selbst auf Leistungen, die ihnen zustehen, warten Patienten monatelang. Der Fachkräftemangel ist also längst kein abstraktes Ärgernis mehr, sondern ein konkretes Problem vor der eigenen Haustür. Dieses beschränkt sich nicht nur auf die Innere Medizin – wie die schwierige Suche nach Personal für die Geburtenstation beweist.

Prognosen weisen zudem längst aus, dass die Engpässe eher noch zunehmen werden. Dann ist die adäquate medizinische Versorgung womöglich ernsthaft in Gefahr. So weit darf es nicht kommen. Die Kliniken selbst stehen ohne Hilfe aus der Politik allerdings auf verlorenem Posten.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren