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Friedberg

06.11.2019

Friedberger Schüler räumt beim Bundesumweltpreis ab

Ludwig Holl aus Friedberg hat beim Bundesumweltwettbewerb einen Preis für die digitale Messung des Stromverbrauchs an der FOS/BOS erhalten. Er will das Projekt sogar in Serie bringen.
Foto: Leonie Prillwitz

Plus Der 20-jährige Ludwig Holl von der FOS/BOS misst digital den Stromverbrauch seiner Schule. Doch das reicht dem jungen Mann noch lange nicht.

„Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln.“ Das ist der Leitspruch des Bundes-Umwelt-Wettbewerbs (BUW). Dabei engagieren sich Jugendliche über den eigenen Tellerrand hinaus für die Umwelt. So auch der 20-Jährige Ludwig Holl, der einen Sonderpreis gewonnen hat. Der Friedberger misst digital den Stromverbrauch seiner Schule, der FOS/BOS Friedberg. Sein nächstes Ziel ist jetzt der serienmäßige Einsatz seiner Erfindung.

FOS/BOS in Friedberg: Bildschirm zeigt Stromverbrauch an

Ein in der Eingangshalle installierter Bildschirm informiert Schüler und Lehrer darüber, wie viel Strom zu welchem Zeitpunkt verbraucht wird. „Mir war es sehr wichtig, ein größeres Bewusstsein dafür zu schaffen. So kann auch gezielt Energie gespart werden“, so der angehende Informatikstudent. Ludwig hat sich zum Ziel gesetzt, mit seiner Erfindung auch in Serie zu gehen. Als nächster Schritt ist die Ausstattung der Friedberger Konradin-Realschule mit einem solchen Bildschirm geplant. Die gewonnenen Daten auch mit in den Unterricht einzubinden, fördere die Maßnahme zusätzlich, so der BUW-Teilnehmer, der bei der Preisverleihung in Frankfurt sogar einen Sonderpreis für seinen Einsatz gewonnen hat.

Nicht nur für die jungen Menschen, auch für Marc Eckhardt, als Wettbewerbsleiter ist der BUW jedes Jahr wieder ein spannendes Ereignis. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Jugendlichen brennen, mit wie viel Herzblut sie sich für die Umwelt engagieren. Mit dem BUW bieten wir ihnen eine Plattform zum gegenseitigen Austausch und der Würdigung ihrer Leistungen“, sagt der Initiator. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, ihre Interessen zielorientiert umzusetzen. Die besten der eingereichten Projekte werden ausgezeichnet. Die Entscheidung falle der Jury immer wieder extrem schwer, berichtet Eckhard.

Unvergessliches Erlebnis für Friedberger beim Bundesumweltwettbewerb

Im Kern geht es beim BUW um das gesellschaftliche Engagement, mit dem die Teilnehmer ihr Wissen in ihrer näheren und entfernten Umwelt in die Praxis umsetzen. „Wichtig ist, junge Menschen zu motivieren, Umweltprobleme zu lösen, die Gesellschaft wachzurütteln, ein Zeichen zu setzen und auf Missstände aufmerksam zu machen“, erklärt Dr. Marc Eckhardt.

Einst gegründet, um mangelndem Umweltunverständnis vorzubeugen, hat der BUW sich stark gewandelt. Die Zahl der eingereichten Projekte ist seit den 1990er-Jahren kontinuierlich gestiegen. Auch thematisch gab es im Laufe der Zeit Veränderungen. Mittlerweile stammen die Projekte aus einem breit gefächerten Spektrum – Computer, nachwachsende Rohstoffe oder Mikroplastik beispielsweise sind Themen, die zuletzt immer stärker vertreten waren.

„Das war etwas, das ich nie vergessen werde“, sagt Ludwig von der Friedberger FOS/BOS nach den Eindrücken aus Frankfurt. „So viele interessante Projekte und ihre Geschichte kennenzulernen, hat einfach Spaß gemacht.“

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