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Engel der Kulturen

24.07.2012

Friedensbotschaft aus Brüssel zum Jubiläum

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3 Bilder

Große Beachtung findet die symbolträchtige Kunstaktion mit einer Bodenintarsie am Marktplatz

Mering Mitten durch die Menge des Festpublikums wurde die Stahlskulptur „Engel der Kulturen“ vom Marktplatz zum Rathaus gerollt. Die viel beachtete europaweite Kunstaktion war ein weiterer Programmpunkt beim Meringer Marktjubiläum, der viel Beachtung und große Anerkennung fand.

Zusammen mit dem Bündnis „Mering ist bunt“ hatte Edith Eichler-Süß vom „Feliks“-Förderprogramm der Meringer Mittelschule die Initiative ergriffen und die von einem Kölner Künstlerpaar initiierte symbolische Aktion direkt von Brüssel in die Marktgemeinde geholt. Carmen Dietrich und ihr Lebensgefährte Gregor Merten ließen es sich auch nicht nehmen, bei der feierlichen Installation des Engels der Kulturen in Mering selbst anwesend zu sein.

Ein Meer an bunten Fahnen auf der Bühne

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Stolz begrüßte die Projektkoordinatorin Edith Eichler-Süß die Vielzahl an Friedensbotschaftern, die sich mit ihr am Marktplatz eingefunden hatten. Auch Altbischof Viktor Josef Dammertz war nach der morgendlichen Messfeier für die bedeutende Aktion in Mering geblieben. Ein Meer an bunten Fahnen auf der Bühne wies auf die über 70 verschiedenen Nationen hin, die in Mering friedlich nebeneinander leben.

Einige Vertreter dieser Kulturen traten ans Mikrofon und sprachen sich auch in ihrer Heimatsprache dafür aus, weiterhin ein friedliches und respektvolles Miteinander zu pflegen. Auch Vertreter der Kirchen und aus der Politik betonten, menschlich fair zu handeln sei eine der größten Herausforderungen an die globalisierte multikulturell geprägte Gesellschaft. Bürgermeister Hans-Dieter Kandler erwähnte noch einmal voller Zufriedenheit den freundlichen Empfang der Asylbewerber in seiner Gemeinde und das klare Statement gegen den im Ort aufgekeimten Rechtsextremismus.

Trotz aller Unterschiedlichkeit von Herkunft, Kultur und politischem Standpunkt sei Frieden das Wichtigste für eine lebenswerte Zukunft und lokaler Frieden letztendlich die Voraussetzung für den ersehnten Weltfrieden. Begleitet von Trommeln und Dudelsack des Trios Musica Moringa machten sich Feliks-Schüler, Redner und Gäste gemeinsam mit der rollenden Stahlskulptur des Engels auf den Weg vom Marktplatz zum Rathaus. Vor dem Kriegerdenkmal wurde ein temporäres Engelszeichen aus Sand gesetzt. Zurück am Marktplatz erfolgte die dauerhafte Installation einer Bodenintarsie als nachhaltiges Symbol der interkulturellen Toleranz. Im Anschluss wurde gemeinsam mit Bürgern die Form für den nächsten Verlegungsort mit dem Schneidbrenner ausgeschnitten. So wie Mering durch den Erhalt des Engelszeichens aus Brüssel mit der Europastadt verbunden ist, wird Mühlheim an der Ruhr als nächster beteiligter Ort symbolisch mit der Marktgemeinde verbunden.

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Weitere Bilder von den Marktfestereignissen finden Sie unter

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