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13.11.2017

Geburtstagsfest für die Meringer Tafel wird verschoben

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Noch ist die  Meringer Tafel in den Räumen der evangelischen Kirchengemeinde St. Johannes in Mering untergebracht, doch hier muss die Einrichtung bis zum Ende des Jahres raus. (Archivfoto)
Bild: Eva Weizenegger

Vor zehn Jahren starteten Ingrid Engstle und ihr Team die soziale Einrichtung für bedürftige Menschen in Mering. Doch die Freude über das Jubiläum ist getrübt.

 Für Ingrid Engstle hätte es am Dienstag zum zehnjährigen Bestehen der Meringer Tafel kein schöneres Geschenk geben können, als endlich den Schlüssel für die neuen Räume der sozialen Einrichtung in den Händen zu halten. „Aber ich habe gelernt, mich in Geduld zu üben“, sagt die 65-Jährige. Sie hofft, dass bis Ende November nun die Tafel in den ehemaligen Räumen der Firma Ludwig Leuchten in der Zettlerstraße eröffnen kann.

Vor zehn Jahren kam Ingrid Engstle und ihrem ehrenamtlichen Helferteam die Idee, neben dem Kleiderladen, den sie auch heute noch managt, eine Tafel für bedürftige Menschen einzurichten. „Die soziale Not wurde immer größer und immer mehr Menschen mit geringem oder gar keinem Einkommen, waren auf die kostengünstigen Lebensmittel unserer Einrichtung angewiesen“, schildert Engstle. Auch heute hat sich an dieser Situation wenig geändert. Neben Familien, Senioren und arbeitslosen Menschen kommen nun auch Flüchtlinge und Asylbewerber in die Einrichtung, die derzeit noch in der Martin-Luther-Straße im ehemaligen Mesnerhaus der evangelischen Pfarrgemeinde untergebracht ist. Etwa 200 Berechtigte kommen wöchentlich in die Tafel, vor zehn Jahren war es 35.

Der Platz dort ist so beengt, dass teilweise die Besucher der Tafel bis auf die Straße hinaus stehen müssen. Auch im kleinen Büro bleibt nur wenig Raum für vertrauliche Gespräche mit den Menschen, die oftmals sich sowohl finanziell als auch psychisch in einer Notlage befinden.

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Auch die Stauräume sind beengt, die Schwerlastregale bis zur Belastungsgrenze gefüllt und die Helfer haben kaum Platz, alle Waren zu verstauen. Mittlerweile umfasst das Helferteam für Kleiderladen und Tafel etwa 55 Ehrenamtliche. „Nur so ist es zu schaffen“, sagt Ingrid Engstle und ist froh um die vielen helfenden Hände.

Die Zeit für den Umzug drängt, denn auch die evangelische Gemeinde will dort für das neue Gemeindehaus umbauen. Bis zum Ende des Jahres muss die Tafel dort ausziehen. Schon etliche Helfer haben zugesagt, die Tafel beim Umzug zu unterstützen.

Auch wenn der Mietvertrag bereits seit 1. August in Kraft getreten ist und für zehn Jahre mit einer Verlängerungsoption für fünf weitere Jahre gilt, noch hat Ingrid Engstle für die Tafel keinen Schlüssel. „Vonseiten der Gemeinde wurden alle Arbeiten erfüllt“, sagt sie. Es fehlen noch die Sanitäranlagen und die Lieferung der Küche.

Bürgermeister Hans-Dieter Kandler bestätigt: „Von unserer Seite aus, sind die Arbeiten voll im Terminplan.“ Bei der Firma Ludwig Leuchten, mit der die Marktgemeinde den Mietvertrag geschlossen hat, sei es zu Verzögerungen gekommen. Auch er hofft, dass noch dieses Jahr alles über die Bühne geht. „Marktbaumeister Armin Lichtenstern ist fast täglich vor Ort, um zu sehen, dass dort alles rund läuft“, sagt Kandler. Dennoch könne er noch keinen konkreten Termin nennen, wann die Tafel dort eröffnet.

„Ich hätte mir das so schön vorgestellt, am Dienstag hier Eröffnung und gleichzeitig Jubiläum zu feiern, doch leider müssen wir noch warten“, bedauert Ingrid Engstle. Dennoch lässt sie den Mut nicht sinken. Sie kann zurückblicken auf zehn Jahre voller Engagement für die bedürftigen Menschen. „Ein Fest zum Jubiläum holen wir auch ganz bestimmt nach, wenn wir zum ersten Mal die Türe in den neuen Räumen der Meringer Tafel aufsperren können“, sagt Ingrid Engstle und rechnet fest damit, dass das schon Ende November der Fall sein wird.

Unterstützer Auch wenn das Helfernetzwerk gut gespannt ist, Unterstützung brauchen Ingrid Engstle und das Tafelteam vor allem noch bei den Fahrern, die die gespendeten Waren abholen.

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