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Kultur

09.04.2019

Geister spuken in der Moorwirtschaft

Liegt es an Philomenas Fluch, dass es in der Moorwirtschaft plötzlich Gespenster gibt? Im Bild Konrad Lachner, Vroni Frauenknecht, Eugen Glück.
Bild: Ines Schmitt

Theaterverein Eurasburg begeistert mit lustig-makabrem Schwank von Ralph Wallner

Den ungewöhnlichen Titel „Gespenstermacher“ trägt das aktuelle Stück des Theatervereins Eurasburg. „Ich bin rundum zufrieden mit der Premierenvorstellung“ freut sich Spielleiter Toni Metzger. „Die Schauspieler haben eine super Leistung abgeliefert und das Publikum ist super mitgegangen.“ Schon zu Beginn hatten die Zuschauer allen Grund, sich auf einen kurzweiligen Theaterabend einzustellen. Kaum öffnete sich der Vorhang, gab es ersten Applaus. „Die haben immer tolle Bühnenbilder“ hieß es in den Zuschauerreihen anerkennend. Tatsächlich hat das Team der Bühnenbauer um Josef Metzger wieder einmal ganze Arbeit geleistet und eine stilechte Moorwirtschaft mit vielen kleinen Details in die Mehrzweckhalle des Sportvereins gezaubert.

Zauber- oder vielmehr geisterhaft ging es auch bald auf der Bühne zu. Die beiden Totengräber Schippe (Konrad Lachner) und Schaufe (Eugen Glück) bekommen anstatt eines festen Monatslohnes nunmehr nur eine kleine Prämie je Begräbnis, was ihnen natürlich überhaupt nicht gefällt. Das Geld ist ohnehin schon knapp bemessen. Sollten sie da nicht dem Schicksal etwas nachhelfen und für mehr Kundschaft sorgen?

Während einer Brotzeit der beiden taucht plötzlich eine Flasche Gift auf und schon bald ist nichts mehr, wie es vorher war. Die Wirtin Rosa Moderer (Finni Göschl) und die wohlhabende Vevi Veichtl (Lidwina Hartmann) buhlen indessen um den attraktiven Schuasta-Jackl (Thomas Frank). Jede möchte ihn für sich allein haben und ist sich sicher, dass der Auserkorene dieses genauso sieht. Die etwas sonderbar anmutende Philomena (Vroni Frauenknecht) hat einen Stammplatz beim Moorwirt und immer einen unheimlichen Spruch parat. Auch Lena (Michaela Knoth), die angebliche Nichte der Wirtin, sucht Rat bei ihr. Ob dieser jedoch mit dem Knecht Leo (Paul Reithmeir) Umsetzung findet, muss sich jeder selbst anschauen.

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Turbulent und überaus spannend geht es in der Moorwirtschaft zu. Lustig-derbe Sprüche der Graberer, die Einbeziehung aktueller Themen und die kurzen Dialoge mit eher wenigen Worten wie zwischen Lena und Leo machen die Vorstellung zu einem sehenswerten Erlebnis. „Das waren drei Monate harte Arbeit“ erklärt Konrad Lachner im Anschluss an die Premiere. Dies nimmt man ihm anerkennend ab. Viele Vorbereitungen und Proben sind jedes Jahr notwendig, um solch ein Theaterstück auf die Bühne zu bringen. Texte lernen, Abläufe einstudieren und dafür sorgen, dass die Technik mit Licht und Ton genau auf das Geschehen auf der neu gebauten Bühne abgestimmt ist. Aber im Eurasburger Theaterverein sind allesamt erfahrene Mitglieder am Werk und so ist wieder einmal mehr gelungen, das Publikum bestens zu unterhalten.

Wegen eines Krankheitsfalles musste die zweite Vorstellung am Samstag abgesagt werden. Der Theaterverein bittet dies zu entschuldigen und ersucht, dass die Karteninhaber ihren Besuch bei einer der kommenden Vorstellungen nachholen. Sollte dies nicht möglich sein, wird der Kaufpreis erstattet. Kontaktaufnahme ist an der Abendkasse und über theaterverein-eurasburg.de möglich.

für die Aufführungen im Sportpark Eurasburg am 12. und 13. April (Beginn 19.30 Uhr) in der Raiffeisenbank Eurasburg, Tel. 08208/274 und im Hexentreff in Friedberg, Telefon 0821/45 03 47 66. Restkarten ab 18 Uhr an der Abendkasse.

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