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Gemeinde Dasing muss auf die Anwohner zugehen

Tom Trilges
Kommentar Von Tom Trilges
07.10.2019

Ein Rentnerehepaar im Ortsteil Lindl soll 87.000 Euro für eine Straßensanierung zahlen.

Man stelle sich mal vor: Ein ganzes Leben verbringt man in ein und demselben Haus. Dann kommt im hohen Alter plötzlich die Gemeinde und bittet einen um Zehntausende Euro für eine Straßensanierung vor der Haustür.

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Was dem Ehepaar Stöckl und seinen Nachbarn in Lindl gerade abverlangt wird, mag rechtens sein, weil das Gebiet erst neuerdings als Ortsinnenfläche gilt und somit die Maßnahme an der Straße nicht als Reparatur, sondern als Erschließung zählt. Das macht für denjenigen, der einen solchen Bescheid erhält, allerdings überhaupt keinen Unterschied. Diese Nachricht war für die Betroffenen zweifellos ein schwerer Schlag.

Hinzu kommt, dass vor allem Firmen die Waldstraße rege nutzen. Der 86-jährige Heinrich Stöckl dagegen fährt nur hin und wieder zum Arzt oder macht kleine Erledigungen. Dafür zahlt er einen ganz schön hohen Preis – seine Verärgerung ist mehr als nachvollziehbar.

Gemeinde Dasing muss auf die Anwohner zugehen

Die Gemeinde sollte sich nun nicht stur auf ihr Recht, die Beiträge zu erheben, zurückziehen. Bürgern ist eine solche Vorgehensweise nicht verständlich zu machen. Es sollte daher eine Kompromisslösung gefunden werden, mit der alle Beteiligten leben können.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Muss Dasinger Rentner 87.000 Euro für die Straße zahlen?

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