1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. „Ich glaub, bei Dir verklemmt was“

Premiere in Ottmaring

30.12.2013

„Ich glaub, bei Dir verklemmt was“

Voll entsetzt reagiert Gertrud Heimerdinger (Ritta Lorenz; Mitte), als sie über die enge Freundschaft ihres Sohnes Hansgeorg (Markus Büchler) und Camperin Sabine (Katrin Schwibinger) erfährt. Gerne hätten sie und ihr Mann Karl (Johannes Kellerer, rechts) gesehen, dass ihr Sohn den Beruf des Pfarrers erwählt.
Bild: Günther Jaumann

Theatergruppe Ottmaring begeistert das Publikum

Von Günther Jaumann

Friedberg-Ottmaring Ein begeistertes Publikum mit guter Laune hatte die Theatergruppe Ottmaring mit ihrem Vorsitzenden Gerhard Funk in der vollbesetzten Turnhalle der Johann-Peter-Ring Volksschule. Bei dem Schwank „Bei uns verklemmt nix“ in drei Akten, von Albin Braig und Isolde Müller-Rinker, hatten sich die Verantwortlichen der Theatergruppe schon etwas Besonderes ausgedacht.

Die langen Vorbereitungszeiten lohnten sich. Markus Büchler als Student Hansgeorg, neu entdecktes Nachwuchstalent, begeisterte besonders bei seinem ersten Auftritt. Auch Katrin Schwibinger kommt beim Publikum gut an und versteht es als Camperin Sabine , der gesamten Männerwelt den Kopf zu verdrehen. Bühnenpräsenz auf höchstem Niveau zeigten auch alle anderen Laienspieler. Höhepunkte waren unter anderem die Aufklärungs-Szene zwischen Vater/Sohn („Jetzt ist Schluss mit der Kaba-Sauferei“), „Es gibt keinen Storch nicht“ sowie die Rotierende ferngesteuerte Wäschespinne von Otto Knöpfle und vieles mehr. An Applaus wurde nicht gespart. Hansgeorg (gespielt von Markus Büchler), studiert in einem Stift, indem er auf den Beruf des Pfarrers vorbereitet werden soll. Zumindest sind seine Eltern Gertrud und Karl Heimerdinger (Ritta Lorenz und Johannes Kellerer) der Meinung, dass dies so ist. Und sie freuen sich schon, so ihren „Pfarrer in spe“ in den Semesterferien wieder zu sehen. Doch es kommt alles anders. Die junge Sabine (Katrin Schwibinger) stellt ihr Zelt direkt vor dem Haus des Heimerdinger auf, weil sie auf dem Zeltplatz belästigt wurde und ihr Bikinioberteil verschwunden ist. Karl Heimerdinger hat als Ortsvorsteher und auf Betreiben des Pfarrers, seine Zustimmung zum Bau einer Straße, zu der von der Geschäftsfrau Balkhausen (Heike Dietrich) geplanten Hotelanlage gegeben. Damit stellt er allerdings die Freundschaft zu seinen Nachbarn, dem temperamentvollen, oft gewalttätigen Erfinder Otto Knöpfle, gespielt von Benedikt Gerstmaier, durch dessen Garten die Straße verlaufen soll, äußerst auf die Probe.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Obendrein stellt sich heraus, dass Hansgeorg das Stift verlassen hat und inzwischen den weltlichen Genüssen nicht abgeneigt ist, denn das Mädchen mit dem Zelt ist seine Freundin. Die Enttäuschung ist groß und Karl bleibt nur noch, seinen „unwissenden“ Sohn nun endlich aufzuklären, über das „Liebesleben der Bienen“, wie er meint. Als sich aber dann Sabines Bikinioberteil in Karls Tasche findet, Otto die Wäschespinne im Garten zu einem Baggerabwehrgerät umgebaut hat und Gertrud mit Otto im Zelt überrascht wird, scheint die Verwirrung schon perfekt. Doch dann kommen auch noch die Bagger und reißen statt Ottos Haus das Pfarrhaus ab. Und das ist sogar dem Pfarrer, gespielt von Herbert-Willi Schmidt zu viel.

Weitere Aufführungen sind am Montag, 30. Dezember, 19.30 Uhr, Silvester, 31. Dezember, 19.30 Uhr, Donnerstag, 2. Januar, 19.30 Uhr und Freitag, 3. Januar, 19.30 Uhr. Kartenreservierung Theatergruppe Ottmaring unter Telefon 01 76 / 99 10 30 74, täglich von 18 bis 20 Uhr.

friedberger-allgemeine.de/bilder

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren