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Fest

31.03.2015

Israel-Tag im Lippgarten

Kreisjugendring will in Mering auf ein historisches Datum hinweisen

Freundschaftliche Begegnungen und Beziehungen sollen im Mittelpunkt eines großen Israel-Tages stehen, zu dem der Kreisjugendring (KJR) und das Team um Günter Wurm nach Mering einladen. Im Lippgarten wird es am Muttertag, 10. Mai, ein interessantes Programm mit Vertretern der Augsburger und Münchener Synagogen geben. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Papst-Johannes-Haus statt.

„Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und der Bundesrepublik vor 50 Jahren war keine Selbstverständlichkeit“, sagt KJR-Geschäftsführerin Gottfriede Schwitters, heute seien die Verbindungen nicht nur zwischen jungen Menschen eng und freundschaftlich. Der 12. Mai 1965 markiert ein historisches Datum in der Geschichte beider Staaten: Israel und Deutschland nahmen an diesem Tag diplomatische Beziehungen auf.

„Geebnet haben den Weg auf beiden Seiten ganz maßgeblich die Zivilgesellschaften“, schildert Schwitters, „sie haben die wichtigen Brücken zwischen den Menschen in beiden Ländern wieder aufgebaut.“ Solche Brücken sollen auch beim Treffen in Mering weiter gefestigt werden. Das Programm im Lippgarten dauert von 14 bis 20 Uhr und sieht unter anderem Grußworte von Politikern und eine Einführung in koshere Speisen vor, es gibt Musik, Kaffee und Kuchen für Besucher.

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Die zwischenstaatlichen Beziehungen nahmen nach 1965 schnell Gestalt an und die Zahl der Kontakte auf politischer Ebene stieg: 1969 wurde zum ersten Mal eine Abordnung israelischer Parlamentarier im Deutschen Bundestag offiziell begrüßt, 1971 erfolgte der Gegenbesuch deutscher Abgeordneter in der Knesset. 1975 reiste Ministerpräsident Rabin als erster israelischer Regierungschef nach Deutschland. 1985 besuchte Richard von Weizsäcker als erstes deutsches Staatsoberhaupt Israel, 1987 erfolgte der Gegenbesuch durch Präsident Chaim Herzog. Schwitters: „Eine wichtige Rolle spielten auch Begegnungen im Rahmen des Jugendaustauschs oder der heute über 100 Städtepartnerschaften.“

2008 wurde ein neues Kapitel in den Beziehungen aufgeschlagen: Aus Anlass des 60. Jahrestags der Staatsgründung Israels riefen Bundeskanzlerin Angela Merkel und der damalige Ministerpräsident Ehud Olmert die deutsch-israelischen Regierungskonsultationen ins Leben. Für Israel war Deutschland der erste Partner, mit dem ein solcher regelmäßiger, hochrangiger Austausch vereinbart wurde. Für Deutschland ist Israel das erste außereuropäische Land, mit dem regelmäßig Regierungskonsultationen stattfinden.

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