1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Kinderkrippe St. Afra wird teurer

Gemeinderat in Mering

22.03.2014

Kinderkrippe St. Afra wird teurer

Merings Jüngste werden seit Oktober in der Kinderkrippe St. Afra betreut. Der Neubau geriet allerdings teurer als ursprünglich geplant.
Bild: Archivbild kaya

Der  Markt Mering trägt die Mehrkosten mit

Die Kinderkrippe in St. Afra ist seit Oktober in Betrieb, jetzt ist die Endabrechnung fällig. Und die sorgte bei der jüngsten Sitzung des Meringer Gemeinderates für lange Gesichter: Denn der Bau ist im Vergleich zur ursprünglichen Kostenschätzung rund 11 Prozent teurer. Dennoch beschloss das Gremium einhellig, bei den Mehrkosten ebenfalls 90 Prozent zu übernehmen.

So hatte es die Kommune in einem Vertrag auch für die ursprünglichen Baukosten mit der katholischen Kirchenstiftung als Bauherr vereinbart. Demnach hätte sich der Markt mit einem Anteil von rund 462000 Euro beteiligt, jetzt kommen für die Gemeinde noch einmal rund 131000 Euro dazu und für die Kirchenstiftung rund 14000 Euro. Planer Alois Bauer stand in der Sitzung Rede und Antwort. Die Kostensteigerung begründete er mit dem enormen Zeitdruck. Von Baubeginn bis Fertigstellung hatte er nur ein gutes halbes Jahr.

Auch die Zeit bis zum Einreichen des Bauantrags war kurz. „Da kann man die Kosten nur schätzen, aber nicht gründlich berechnen“, erklärte Bauer. Weil es so eilte, hatte der Planer bei den Aufträgen für die Firmen oft wenig Auswahl. Pech kam dazu: So fiel ein Betrieb kurzzeitig aus. Auf die Schnelle war nur ein teurerer Anbieter zu finden.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Pfarrer Thomas Schwartz erschien ebenfalls persönlich. „Für mich als Pfarrer ist das auch ärgerlich. Denn ich versuche bei allen unseren Baumaßnahmen im Rahmen zu bleiben“, sagte er. Die Kirchenstiftung sei sich ihrer Verantwortung absolut bewusst und habe bereits zusätzliche Einzelausgaben übernommen wie etwa ein Spielgerät im Wert von 8000 Euro oder eine Gehwegabsenkung für 9000 Euro.

„Ich bin mit Ihrer Arbeit was die Kostenschätzung und Ihre Handlungen betrifft nicht unbedingt zufrieden“, sagte Götz Brinkmann (parteifrei) zu den Architekten. Erich Lutz (CSU) kritisierte, dass diese die Kostenmehrung auf die Firmen schieben. „Es waren auch einige dabei, die günstiger gearbeitet haben, als ausgeschrieben“. Bürgermeister Hans-Dieter Kandler schilderte die Zusammenarbeit mit der Kirche als sehr gut. „Hier wurde eine schöne Einrichtung für Mering geschaffen“, sagte er und plädierte dafür den Gemeindeanteil der Mehrkosten zu übernehmen. Dafür sprach sich der Gemeinderat einhellig aus.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
FA.jpg
Voting

Wer wird Sportler des Monats Oktober?

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden