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Kissing

22.01.2020

Kissing macht an der Kornstraße keine Ausnahmen

Um eine ganze Reihe von Bauvorhaben ging es im Kissinger Bauausschuss.
Foto: Philipp Schröders

Erneut sorgt das Vorhaben für ein Mehrfamilienhaus und die zugehörigen Parkplätze für Diskussionen.

Acht Stellplätze möchte ein Investor für ein geplantes Wohnhaus entlang der Kissinger Kornstraße errichten. Doch der Bauausschuss blieb auch in der jüngsten Sitzung bei seiner bisherigen Linie.

Bei ihrer Entscheidung beriefen sich die Mitglieder auf den geltenden Bebauungsplan Nr. 58 „Kornstraße/Eichenstraße“. An der geplanten Stelle untersagt der Plan nämlich explizit den Bau von Parkplätzen entlang der Kornstraße. „Dies würde ja unseren Bebauungsplan-Beschluss ad absurdum führen“, so Franz-Xaver Sedelmayr von der CSU. Ebenfalls auf Basis des Bebauungsplanes lehnte das Gremium im Weiteren auch den geplanten Neubau eines Mehrfamilienhauses in der Kornstraße ab.

  • Ottomühle Einig war sich der Ausschuss auch darüber, eine beantragte Nutzungsänderung in der Ottomühle abzulehnen. Dabei wurde nicht das Vorhaben selbst, nämlich der Bau einer Betriebsleiterwohnung und dreier Wohnungen für Betriebshelfer samt Werkstatt, sondern die Verfahrensweise, kritisiert. „Aus dem Plan geht eindeutig hervor, dass der bestehende Schuppen abgebrochen und das komplette Gebäude neu errichtet wird“, erklärte Bauamtsleiter Alfred Schatz. Dies sei gemäß dem Baugesetzbuch jedoch keine Nutzungsänderung mehr sondern ein Bauvorhaben. Aus diesem Grunde verweigerte der Ausschuss dem Antrag das gemeindliche Einvernehmen mit 0:9 Stimmen.
  • Nachverdichtung Ohne Gegenstimmen gab das Gremium grünes Licht für den geplanten Anbau einer zusätzlichen Wohneinheit an ein Bestandsgebäude in der Bahnhofstraße. Auch dem Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in der Meringer Straße steht nun nichts mehr im Wege. Ebenso kann sich der Antragsteller eines Bauvorbescheides zur Aufstockung seines Dachgeschosses in der Lindenstraße freuen. Aus Gemeindesicht steht der vorgeschlagenen Variante mit einem Kniestock von einem Meter Höhe nichts im Wege. Schließlich wurde auch dem Neubau eines Zweifamilienhauses mit Doppelgarage und Ausbau des Dachgeschosses am Bestandsgebäude in der Albert-Einstein-Straße das gemeindliche Einvernehmen einstimmig erteilt.
  • Mittelschule Beim Anbau des behindertengerechten Aufzugs an der Mittelschule werden zusätzliche Leistungen für rund 14000 Euro benötigt, die bisher nicht im Leistungsverzeichnis der Rohbauarbeiten standen. Diese wurden vom Ausschuss einstimmig bewilligt.
  • Gunzenleestraße Im westlichen Teilstück der Gunzenleestraße hat der Bauhof vor kurzem sechs Säulenbäume mit geringem Pflegeaufwand gepflanzt. „Dies soll ein Testballon für die in Zukunft zu erwartenden trockeneren Winter und heißeren Sommer sein“, so Alfred Schatz. Die Kosten für die Pflanzen betrugen rund 350 Euro.
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