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Mering

07.11.2016

Kleine Tiere sorgen für viel Aufsehen

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Max Göschl mit seinem hellen Großsilber bei der Vereinsschau des Kleintierzuchtvereins Mering.
Bild: Leonie Steinhardt

Die Meringer Züchter präsentieren über 280 Kaninchen, Tauben und Hühner in der Mehrzweckhalle und zeichnen erfolgreiche Mitglieder aus. Jedoch hat der Verein ein Problem.

Schon im Hof außerhalb der Mehrzweckhalle hörten die Besucher Hühner gackern und Tauben gurren. Wieder kamen viele nach Mering, um Kleintiere wie Großsilber-Kaninchen und Kropftauben zu bewundern. Für die jungen Besucher waren vor allem die Kaninchen interessant. Mit ihren kleinen Kinderhänden versuchten sie, das weiche Fell der Tiere zu streicheln.

Max Göschl ist seit 15 Jahren Vorsitzender des Kleintierzuchtvereins Mering. Für ihn hat die Vorstellung der Tiere inzwischen Tradition. „Die Schau ist eine großartige Möglichkeit für alle regionalen Züchter, sich zu präsentieren“, erklärt Göschl. Mit über 280 Tieren gehört die Ausstellung zu einer der größeren in der Umgebung.

Für viele Kleintierzüchter sind die Tiere ein Ausgleich zu ihrem Alltag, so auch für Göschl. „Nach der Arbeit freue ich mich auf meine Kaninchen. Bei meinem Hobby kann ich ausspannen“, sagt er. Seit seiner Kindheit pflegt Göschl seine Freizeitbeschäftigung. Zu seiner Zucht gehören insgesamt 65 Großsilber-Kaninchen. Während der Ausstellungssaison ist er viel unterwegs. Inzwischen weist er etliche Erfolge mit seinen Tieren vor, beispielsweise den zweiten und dritten Platz bei der Schau in Günzburg.

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Christine Henni organisierte die Ausstellung mit, als zweite Leiterin. Sie freut es, dass die Teilnehmerzahl in den vergangenen Jahren nahezu konstant geblieben ist. Die Brutsaison habe dieses Jahr aber eher schlecht begonnen, deshalb gebe es kaum Groß- und überwiegend Kleinhühner. Gedanken macht sich Henni zudem über die Nachwuchszüchter. Die Tiere brauchen viel Pflege und Aufmerksamkeit. Es sei nicht mit ein bisschen Streicheln getan. „Außerdem gibt es heutzutage so viele andere Beschäftigungen, wie zum Beispiel Computerspiele. Da kann das Züchten von Kleintieren leider nicht mithalten“, bedauert sie. Deshalb freut sich Henni umso mehr über die Rückkehr des ehemaligen Jungzüchters Ferdinand Kopp in den Verein. Mit zwölf Jahren entdeckte er bei seinen Großeltern einen Hühnerschlupf, dadurch war sein Interesse geweckt. Innerhalb kürzester Zeit begeisterte er sich für die federfüßigen Zwerghühner. „In meiner Jugend habe ich kurzzeitig aufgehört, weil mir andere Dinge wichtiger waren“, gesteht er. Seit drei Jahren züchtet er aber wieder Hühner. Sein achtjähriger Sohn Luca hat inzwischen auch das Hobby für sich entdeckt. Mit seinen Kaninchen holte er bei der Schau den Jugendpokal. Auch andere Mitglieder wurde in den Kategorien Hühner, Tauben und Kaninchen ausgezeichnet.

Den Hobby-Geflügelzüchter und Kreisvorsitzenden Matthäus Bauernfeind beschäftigt ebenfalls die Frage, wie die Züchter Nachwuchs gewinnen können. Bei seiner Eröffnungsrede wollte er die positiven Aspekte der Kleintierzucht aufzeigen. „Es ist die Aufgabe von den Vereinen, den Menschen die Liebe zu den Tieren zu lehren und deren Nutzen zu zeigen“, forderte er. Die günstige und schnelle Beschaffung von Tierprodukten sollte nicht im Vordergrund stehen, sondern die artgerechte Tierhaltung. Trotz allem gebe es immer noch Idealisten, die sich den Kleintieren widmen und seltene Rassen züchten, wie zum Beispiel das Augsburghuhn und die Mokeetaube. Neben dem fehlenden Nachwuchs bereiten den Vereinen auch fehlende Räumlichkeiten Sorgen. Aus diesem Grund sind die Veranstalter froh, dass die Marktgemeinde Mering die Mehrzweckhalle wieder zur Verfügung stellte.

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