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Auslandsjahr

18.12.2019

Merchingerin in Vietnam: Spannende Einblicke, beeindruckende Ausblicke

Die Merchingerin Katharina Ickert genießt in ihrem Auslandsjahr bei Kurztrips gerne die Vielseitigkeit Vietnams.
Bild: Katharina Ickert

K!ar.Texterin Katharina Ickert aus Merching schreibt über ihre Erlebnisse in Vietnam. Die Erfahrungen, die sie in Asien sammelt, machen sie stolz.

Ich bin nun seit über drei Monaten in Vietnam und absolviere meinen Freiwilligendienst an der Nguyen Tat Thanh School in Hoa Binh City. Neben den Schulklassen unterrichte ich auch im Kindergarten. Mittlerweile erkennen mich die Drei- bis Fünfjährigen und wissen schon, warum ich da bin: Spielerisch bringe ich ihnen einzelne Wörter und Bewegungen auf Englisch bei.

Merchingerin macht in Vietnam Ausflüge nach Hanoi oder Ninh Binh

Ich lebe gemeinsam mit Uyen, einer anderen Freiwilligen aus Deutschland, auf dem Campus der Schule in zwei Zimmern. An Wochenenden machen wir oft kleine Trips in umliegende Städte, zum Beispiel nach Hanoi, Ninh Binh oder Sapa. Demnächst fliegen wir auf die Insel Phu Quoc in den Süden von Vietnam, um dort Weihnachten zu feiern. Die Vietnamesen schmücken zwar in den Straßen mit Tannenbäumen und Weihnachtsdekoration, doch feiern tun sie das Fest nicht. Bei ihnen steht das Tet-Festival Ende Januar im Vordergrund – dann beginnt das neue Jahr im Mondkalender. Ähnlich wie in Deutschland an Weihnachten trifft sich die ganze Familie und verbringt mehrere Tage mit aufwendigen Zeremonien.

Die 19-jährige Katharina Ickert aus Merching unternimmt von Hoa Binh aus gerne Ausflüge, unter anderem in das etwa 90 Kilometer entfernte Hanoi.
Bild: Katharina Ickert

Um noch mehr von der Kultur und den Menschen verstehen zu können, habe ich jede Woche eine Vietnamesisch-Stunde. Mittlerweile kann ich schon in der Landessprache auf dem Markt einkaufen.

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Ickert entdeckt Vietnam ganz anders als Touristen

Genauso wie in Deutschland ist hier auch gerade Winter. Dadurch, dass es hier nur Klimaanlagen und keine Heizungen in den Gebäuden gibt, können sich die 15 Grad Celsius ganz schön kalt anfühlen. Wie das Wetter ist auch die Landschaft sehr vielseitig: Von Surfstränden bis zu Bergen kann man alles finden. Nach den ganzen Ausflügen habe ich aber bereits ein Gefühl von Heimat, wenn ich nach den langen Busfahrten wieder auf dem Schulcampus bin. Da wir ein Stück entfernt vom Stadtzentrum leben, mieten wir uns oft einen Elektroroller, um andere Freiwillige in einem Café zu treffen oder zum Sport zu gehen. Auf den Fahrzeugen fühlen wir uns ganz einheimisch, denn Roller sämtlicher Art sind in Vietnam ein beliebtes Verkehrsmittel.

Während meines Aufenthaltes hier habe ich, anders als Touristen, viele Möglichkeiten die Strukturen und Menschen kennenzulernen. Ich bin für jedes Lächeln, jedes strahlende Kind, das auf mich zuläuft, und jede Anerkennung dankbar. Ich bin stolz, eine so tolle Erfahrung machen zu dürfen.

Lesen Sie dazu auch: Abiturientin aus Merching geht für ein Jahr nach Vietnam

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