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Oper

28.06.2019

Meringer Papiertheater feiert Premiere und Geburtstag

Die beiden Opernhaus-Intendanten Christine Schenk und Benno Mitschka freuen sich über die ersten fünf Jahre.
Bild: Christine Hornischer

Zum fünfjährigen Bestehen steht im Multum in Parvo die „Entführung aus dem Serail“ auf dem Spielplan

Der Zaubertrick „Multum in Parvo“ war Namensgeber für Merings Opernhaus, das am 13. September fünf Jahre alt wird. Beim Zaubertrick wird die gleiche Menge Flüssigkeit von einem kleinen Gefäß in immer größere gefüllt – bis auch das größte Glas voll ist. Vom Kleinen ins Große also. Nomen est Omen: Auch beim Papiertheater nehmen die kleinen papiernen Protagonisten auf der Bühne in der Fantasie der Zuschauer große Formen an.

Und genau das ist es denn auch, was die beiden Opernhaus-Intendanten Christine Schenk und ihr Mann Benno Mitschka mit ihrem Papiertheater Multum in Parvo (MiP) in Mering tun. Den Besuchern ein unvergessliches Erlebnis schenken, Augen zum Leuchten bringen und das Gefühl erzeugen, etwas „Wertvolles“ mit nach Hause genommen zu haben.

„Wenn auch diese Art von Theater schon sehr alt ist, so mische ich sie mit neuester Technik“, sagt der studierte Germanist und Theaterwissenschaftler Benno Mitschka. Die digitalisierten Hintergründe werden mit einem Beamer auf die Leinwand projiziert. Diese, Musik und die von Hand gespielten Papierfiguren sind genauestens aufeinander abgestimmt. Inzwischen hat das Ehepaar die vielen Tricks und die ausgefeilte Technik perfektioniert.

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So hat sich Mitschka erst jüngstens einen 3-D-Drucker angeschafft, mit dem er die Figurenschieber ausdruckt. Diese werden dann an einem Motor befestigt, drehen die Figuren auf der Bühne und geben ihnen somit Leben.

„Die Verschmelzung der Computer-Animationen und des Figurenspiels ist das A und O einer gelungenen Papiertheater-Oper“, resümiert der Absolvent der London Film School.

Christine Schenk und Benno Mitschka sehen aber noch „viel Luft nach oben“. Denn die Technik biete dauernd etwas Neues, so Mitschka. Das Ziel des MiP sei weiterhin, die Gäste in die Welt der Oper „reinzuziehen“. „Ganz toll eingeschlagen hat auch unser Gesamtkonzept ,Oper und Essen‘“, sagt Schenk. Dabei wird dem Büfett die Note der gespielten Oper verliehen – also italienische Oper – italienisches Büfett und Ähnliches.

„Immer öfter wird das komplette Opernhaus für Feiern oder Feste gebucht“, so Schenk weiter. Das Opernhaus bietet Platz für rund 30 Personen. Pünktlich zur Premiere von „Entführung aus dem Serail“ von Wolfgang Amadeus Mozart feiert das kleine, aber feine Opernhaus seinen fünften Geburtstag. Da passt doch gleich die „Entführung aus dem Serail“-Arie: „Frisch zum Kampfe, frisch zum Streite“ oder das Duett: „Vivat Bacchus! Bacchus lebe!“ (hch)

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