1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Meringer Realschüler gehen jetzt ihren Weg

Abschluss in Mering

22.07.2019

Meringer Realschüler gehen jetzt ihren Weg

Geehrt wurden vom Elternbeiratssprecher Ralph Romer (links außen) und Rektor Andreas Pimpl (rechts außen) die vier Jahrgangsbesten Larissa Räßler, Andreas Menhardt, Julia Lachenmayr und Jonathan Deetjen.

Für 83 junge Menschen endet mit der Vergabe der Zeugnisse ein ganzer Lebensabschnitt.

Mit Jupiter verglich Konrektor Stefan Graf die 83 Absolventen der Meringer Realschule bei der zweieinhalbstündigen Abschlussfeier in der Eduard-Ettensberger-Halle. Die Eltern drehten sich emsig wie die Erde um die Schüler und die Lehrer als Kriegsgott Mars kämpften gegen das Monster der Pupertät.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Graf erinnerte die Absolventen an die Venus, die mit ihrer Freundschaft und Liebe hell erstrahle, aber leider oft übersehen werde vor lauter Ehrgeiz oder Konkurrenzdenken. Die Schüler sollten sich verhalten wie Kopernikus, so sein Rat. Sie sollten abwägen und vielleicht komme ein Fixstern daher.

Landrat Klaus Metzger gab keine Ratschläge, „denn die kommen von den Eltern“. Drei Wünsche äußerte er aber: Erstens sollten die Absolventen immer auf Menschen treffen, die ihnen zugeneigt seien. Zweitens wünscht er ihnen, dass sie ihren Beruf oder ihre Berufung finden. Und drittens sollten sie ein Ehrenamt ergreifen, egal ob Rotes Kreuz, Freiwillige Feuerwehr oder Kirche. „Greift nach den Sternen“ rief der Landrat ihnen zu. „Aber bleibt mit beiden Beinen auf der Erde“.

Meringer Realschüler gehen jetzt ihren Weg

Schulleiter Andreas Pimpl ist mit der Trompete zu hören

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Liedern der Schulband unter Leitung von Carolina Nees. Besonders der Deep Purple-Klassiker „Smoke on the water“ mit Streichern und Bläsern begeisterte. Schulleiter Andreas Pimpl tat an der Trompete seinen Teil dazu. Einen weiteren musikalischen Höhepunkt gestaltete die Schulband unter der Leitung von Matthias Pokorny, die mit dem Abba-Song „Mamma Mia“ die Gäste zum Mitklatschen und Mitsingen animierte.

Rührend waren gleich zu Beginn die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a und 5c, die unter der Leitung von Caroline Koller die Gäste mit dem Lied „Little Talks“ im Empfang nahmen. Nicht zu vergessen die Klassen 6c und 6d, die mit dem Tanz „Allez - das Erwachen der Marionetten“ ihre Glückwünsche übermittelten.

Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko, der selbst vor 29 Jahren an der Realschule Mering seine Prüfungen geschrieben hatte, gestand, dass er deshalb auf eben dieser Bühne immer sehr nervös werde. Den Absolventen sprach er zu: „Ihr könnt jetzt die spannende Arbeitswelt 4.0 mitgestalten“.

Ralph Romer vertraut auf die Meringer Realschüler

Ermutigende Worte gab es auch von Merings zweitem Bürgermeister Florian Mayer: sollte man im Leben einmal einen Dämpfer erhalten, so Mayer, solle man immer wieder aufstehen, denn: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“. Ralph Romer vom Elternbeirat sprach wohl allen Schülern aus der Seele, als er ins Mikrofon schrie: „Fertig!“ Er bemühte den Komponisten Georg Friedrich Händel, der da sagte: „Man muss lernen, was zu lernen ist, und dann seinen eigenen Weg gehen“. Und wieder erhob Romer seine Stimme: „Ihr könnt das! Ich verlass mich auch euch!“

Schülersprecherin Anja Milecevic aus der 10d gestand, dass die Schule manchmal „nervig“, manchmal aber auch „das Paradies“ gewesen sei. Sie und alle Abgänger wollten ihre Zukunft ab jetzt selbst in die Hand nehmen und würden aber die tollen Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse und Ausflüge nie vergessen. Und dann gestand sie: „Wenn ich euch Chaoten jetzt nicht mehr jeden Tag sehe, kommen mir Tränen“.

Merings Fryday for Future

16 Schulaufgaben, 40 Extemporalen und etwa 25 mündliche Leistungen lagen hinter den Schülern, als Rektor Andreas Pimpl die Zeugnisse verteilte. „Heute ist euer Friday for Future“, erklärte der Rektor. Besonders stolz war er in diesem Jahr, dass die Schüler sich äußerst rege über das Pflichtprogramm hinaus engagiert hätten. So hatte die 10c bei einem bayernweiten Internetwettbewerb unter 5000 Teilnehmern den zweiten Platz belegt und die Ausstellung „Mering im Freistaat“ im Meringer Heimatmuseum hatte den ersten Landespreis erhalten. Den Wandel der Zeit könne man im Wörterbuch nachlesen, so Pimpl.

Als Bester der Klasse 10a (naturwissenschaftlicher Zweig) schloss Jonathan Deetjen ab. In der Klasse 10b (kaufmännischer Zweig) hielt Julia Lachenmayr die Spitze. Als Beste der Klasse 10c schloss Larissa Räßler ab (neusprachlicher Zweig) und in der Klasse 10d (gestalterischer Zweig) setzt sich Andreas Menhardt an die Spitze. Die vier Jahrgangsbesten erhielten vom Elternbeiratssprecher Ralph Romer und Rektor Andreas Pimpl eine besondere Ehrung.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

22.07.2019

Für eine Realschul-Abschlussfeier war diese Veranstaltung super gemacht. Kompliment an die Schule und die Schüler! Leider ist dieser fade Artikel das ganze Gegenteil. Langweilig und sehr viele der erwähnten Personen sind mit falschem Namen genannt Sehr schade, zumal die Friedberger Allgemeine auf Nachfrage nur Unverständnis zeigt.

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren