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Metzgereien: Ein längst überfälliger Appell

Metzgereien: Ein längst überfälliger Appell
Kommentar Von Lucas Schmidt
07.07.2020

Der Tönnies-Skandal zeigt, dass mit billigem Fleisch üble Zustände einhergehen. Bei Fleisch sollte man nicht als Erstes auf den Preis schauen.

Ramschware, produziert unter äußerst fragwürdigen Bedingungen: Hätten wir den Tönnies-Skandal wirklich nötig gehabt, um zu verstehen, dass diese Art der Fleischproduktion der falsche Weg ist? Man hätte von selbst darauf kommen können, dass ein Filet zum Nulltarif weder für Qualität noch für einen ordentlichen Umgang mit den Kühen, Schweinen und Hühnern spricht.

Doch es gibt gerade im Landkreis Aichach-Friedberg viele Metzger, die vormachen, wie es auch ganz anders funktioniert. Respektvoller Umgang mit den Tieren, vernünftige Mengen und ein Bewusstsein dafür, dass ein Lebewesen stirbt für das, was an der Theke angeboten wird. Eben dieses Bewusstsein sollte auch bei den Kunden gegeben sein. Dann würde hoffentlich jeder zum kleinen Metzger an der Ecke gehen und einen verhältnismäßig geringen Aufpreis zahlen, um sein Schnitzel genießen zu können.

Niedrige Preise gehen leider oft vor Qualität

Die Wahrheit bleibt eine andere: Anstatt Wert auf Qualität zu legen, wird auf den Geldbeutel geschaut. Statt fünfmal pro Woche nur zweimal in der Woche Fleisch zu essen, kommt aber für viele auch nicht in Frage. Aus diesem Grund war der Skandal im Riesenschlachthof ein Weckruf, der schon früher nötig gewesen wäre.

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Lesen Sie auch den Bericht:

Tönnies-Skandal: So sorgen Metzger aus Aichach-Friedberg für Qualität

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