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Mering

14.09.2018

Mit Ruhe und Geduld am Abzug

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2 Bilder
Aller Anfang ist schwer: Heike Scherer sammelt bei der offenen Marktmeisterschaft der KK-Schützen erste Erfahrungen mit dem Luftgewehr. Mit ihrem Ergebnis ist sie sehr zufrieden.
Bild: Scherer

Die Marktmeisterschaft der KK-Schützen in Mering richtet sich auch an Anfänger. Ein Selbstversuch mit dem Luftgewehr.

Bis Freitag fand bei den KK-Schützen in Mering die offene Marktmeisterschaft für Hobbyvereine statt. Als ich zuvor davon erfuhr, dachte ich: „Das würde mich interessieren und vielleicht beteiligen sich auch meine Kollegen vom Verein Internationale Kultur Mering.“ Schnell fanden sich neben der Vorsitzenden noch zwei weitere Mitglieder und wir hatten unsere Mannschaft voll.

Eine Woche vor unserem Schießabend bestand die Möglichkeit, im Vereinsheim zu trainieren. Jeder Teilnehmer durfte 40 Schüsse an einem der Zehn-Meter-Schießstände absolvieren. Ich erhielt die Einweisung von Schützenmeister Florian Purps. „In die Knie gehen, das Gewehr an der rechten Schulter anlegen und das linke Auge zukneifen“, sagte er. Zuerst gab er mir ein schweres Gewehr, mit dem ich nicht zurechtkam. Aber mit dem leichteren ging es gleich besser. Da das Zukneifen des linken Auges bei mir nicht klappte, wurde am Gewehr eine Sichtklappe angebracht.

Die Munition, die aus Edelstahl und Blei besteht und Diabolo genannt wird, muss nach jedem Schuss neu eingelegt werden, und zwar so, dass die geschlossene Seite nach hinten zeigt. Dann das Gewehr auf den Stutzen auflegen und auf das schwarze Feld innerhalb des weißen Quadrates in zehn Meter Entfernung zielen. Dafür muss das runde Feld am Gewehrende genau auf dem schwarzen Kreis liegen, bevor man abdrückt. „Aber aufpassen, dass der Finger dabei nicht schon am Abzug ist, dann geht die Kugel vorher los“, warnte mein Trainer. Meine ersten Versuche waren die besten: Zehn, neun oder acht Punkte.

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Je länger ich trainierte, desto mehr ließ meine Konzentration nach. Schießen sei nämlich nicht ein Sport der Kraft, sondern der Ausdauer, Geduld und vor allem Konzentration, hatte ich erfahren. Nach 25 Versuchen schaffte ich nur noch zwei oder drei Punkte, aber zum Schluss traf ich dann fast wieder in die Mitte. „Wir wollen gut sein, vielleicht sogar gewinnen“, spornte mich unsere Vereinsvorsitzende Maureen Lermer an.

Am Mittwoch wurde es dann ernst für Stefan Mayer, Malaika und Maureen Lermer und mich. Diesmal hatten wir Schießvorlagen, auf denen die Punkte zu sehen waren. Jeder Teilnehmer erhielt drei Kreise zum Einschießen und durfte damit so lange er wollte trainieren. Dann hieß es: Zwanzigmal schießen und das gilt. Ich begann gut mit meinen ersten Bogen mit zehn Schüssen. Aber beim nächsten hatte ich plötzlich zwei nicht so gute Treffer. Vielleicht hatte mich auch unser Bürgermeister Hans-Dieter Kandler, der angekommen war und rechts neben mir zu schießen begann, etwas aus dem Konzept gebracht. Als ich fertig war, musste ich meine beiden Blätter abgeben und die Maschine ermittelte das Ergebnis: 137 von 200 möglichen Punkten. Für mein erstes Mal eigentlich ein ganz ordentliches Ergebnis, dachte ich mir. Die neuen Schützenkönige indes werden erst bei der Siegerehrung bekannt gegeben. Die findet am Samstag, 29. September, ab 19 Uhr im Schützenheim der KK-Schützen statt.

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