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Umwelt

12.12.2017

Neuer Lebensraum für Kröten

Sie ist eine der häufigsten europäischen Amphibienarten. Dennoch benötigt die Erdkröte inzwischen die Unterstützung des Menschen, um in den dichten Siedlungsräumen zu überleben.

Im Derchinger Forst wurde ein Teich angelegt. Er soll Amphibien die Eiablage erleichtern. Die Männchen bekommen sogar einen Ausguck zur Partnersuche

Damit es Kröten und Frösche bei der Eiablage leichter haben, wurde im Derchinger Forst ein neuer Laichteich gebaut. Revierleiter Nico Bonnani will damit „den Tieren unter die Arme greifen“. Der Laichteich soll vor allem Amphibien bei der Eiablage helfen. „Amphibien, die im Wald überwintern, haben so keine weiten Wege“, erklärt er. Sonst müssten die Amphibien über die Straße zum Derchinger Baggersee laufen. „Die Gefahr, überfahren zu werden, ist da relativ hoch.“

Der Teich wurde ausgebaggert und mit Ton ausgekleidet. Zudem wurde ein kleiner Wall aufgeschüttet, der den Erdkrötenmännchen bei der Partnersuche als Aussichtspunkt dienen soll. Der Laichteich ist ein gemeinsames Projekt des Landschaftspflegeverbands und der Bayerischen Staatsforsten. Mit dem Teich soll nicht nur die Erdkröte unterstützt werden, sondern auch Molche, Wasserschnecken und Libellen. Jan Uczen vom Landschaftspflegeverband betont: „Hier wird ein ganzes Spektrum an Tieren gezielt gefördert.“ Der Teich ist ein Kunstprodukt, das dazu dienen soll, die Artenvielfalt zu erhöhen. „Im Gebiet des Waldes laichen circa 1000 Erdkröten“, weiß Nico Bonnani.

Kleinere Teiche wurden ebenfalls im Waldgebiet angelegt, um die Tiere zu unterstützen. Zudem dient der Teich verschiedenen Tieren als Nahrungsquelle, Unterschlupf und als Schlafplatz. „Es gibt Tiere, die sich im Bodenschlamm eingraben, um zu überwintern“, so Uczen.

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