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Friedberg

07.09.2015

Obatzda kommt mit Couscous  auf einen Tisch

Kinder vieler Nationen spielten beim Begegnungsfest sofort miteinander.
Bild: Brigitte Glas

Viele sind neugierig auf die Begegnung mit Asylsuchenden. Dabei ist eine echte Friedbergerin aus Syrien.

Von Brigitte Glas

Viele wollten sich mit Asylsuchenden an einen Tisch setzen. Zu dem Begegnungsfest hatte der Asylkreis der Pfarrei St. Jakob alle Friedberger ins Pfarrzentrum eingeladen. Für die etwa 200 Besucher reichten die Sitzplätze an den Tischen im Pfarrsaal gerade eben aus. Stadtpfarrer Pater Markus Hau und die 60 Männer und Frauen aus dem Asylkreis, die sich ehrenamtlich um die derzeit 150 Asylbewerber kümmern, werten das als vollen Erfolg.

Das Gelingen des Festes war ein Gemeinschaftswerk. Das Büffet hatten alle miteinander bestückt. Da standen bayerische Kuchen neben solchen aus Syrien und bayrischer Obatzda neben algerischem Couscous. Senegalesen hatten Beignet mitgebracht und Pakistani Pakura. Wie diese teils exotischen Speisen schmeckten, wusste keiner der Gäste so ganz genau, aber es war ja ausreichend Gelegenheit, das alles zu probieren. Draußen wurde Mitgebrachtes gegrillt. Die Auswahl war hier keinesfalls geringer.

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Im Pfarrsaal wurde gesungen, ge-tanzt, getrommelt und selbstverständlich mitgeklatscht. Pastoralassistent Vincent Semenou hatte das Unterhaltungsprogramm auf die Beine gestellt und organisiert. Die Trommelgruppe des Togolesen war schon mehrfach in Friedberg auf-getreten. Ihr Rhythmus riss alle von den Stühlen. Mitzutanzen trauten sich vor allem die Kinder.

Die Kinder untereinander keinerlei Sprachprobleme, spielen ist eben international. Familie Alhrz aus Syrien war mit vier Kindern gekommen. Die jüngste Tochter Masa ist eine echte Friedbergerin. Sie ist erst vor drei Monaten hier geboren.

Es war ein rundum gelungenes Fest. „Alle haben gesehen, dass die Asylbewerber ganz nette, normale Menschen sind, mit denen man sich ohne Weiteres an einen Tisch setzen kann“, lautete das Fazit von Pfarrer Markus Hau.

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