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Schmiechen

06.08.2020

Radverkehr: In Schmiechen sollen neue Wege entstehen

Der Landkreis Aichach-Friedberg arbeitet an einem neuen Radwegekonzept.
Bild: Benedikt Siegert, dpa (Symbolfoto)

Plus Im Gemeinderat stellt Projektleiterin Ulrike Schmid das neue Radwegekonzept des Landkreises vor. Wie die Voraussetzungen in Schmiechen sind - und was noch getan werden soll.

Wer zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen oder auch zum öffentlichen Nahverkehr einfach und sicher radeln kann, tut es auch eher. Voraussetzung dafür sind sichere, durchgängige und gut beschilderte Radwege und dazu gute Fahrradabstellanlagen. Um vor allem das Alltagsradeln zu fördern, hat der Landkreis ein Radwegekonzept erarbeitet. Jetzt geht es an die Umsetzung.

In Schmiechen tut sich einiges für den Radverkehr. An manchen wichtigen Straßen sieht das Konzept für den Landkreis aber noch Handlungsbedarf.
Bild: Ralf Lienert (Symbolfoto)

Ulrike Schmid, die Projektleiterin im Landratsamt, stellt es derzeit in den Gemeinden vor. In Schmiechen nahm sie an der jüngsten Gemeinderatssitzung teil, um den aktuellen Planungsstand zu erläutern und Fragen zu beantworten. Der Anteil des Radverkehrs soll von heute sieben bis 15 Prozent auf 30 Prozent gesteigert werden. Laut Schmid ist das möglich. 19 Prozent aller Wege, die die Bürger im Wittelsbacher Land zurücklegen, seien kürzer als ein Kilometer, die Hälfte aller Wege kürzer als fünf Kilometer und 65 Prozent kürzer als zehn Kilometer. Gerade mit E-Bikes seien diese Wege leicht zu bewältigen.

Radweg von Mering nach Unterbergen ist bald fertig

Schmiechen sei dabei auf einem guten Weg, meinte Schmid. Der Radweg von Mering nach Unterbergen ist demnächst fertig. Dringend notwendig seien noch möglichst breite Radwege an der Verbindungsstraße von Unterbergen nach Schmiechen und an der Staatsstraße von Merching nach Schmiechen und weiter nach Egling.

Neue Fahrradabstellanlagen seien am Rathaus und am Bahnhof nötig. Die vorhandenen Felgenklemmer seien uralt und nicht mehr zeitgemäß. An der Beschilderung seien einige Kleinigkeiten zu verbessern. Sowohl die Räte als auch Schmid beklagten, dass der Radwegebau viel zu langsam geschehe.

Kritik: Radwegebau kommt im Wittelsbacher Land langsam voran

Gebaut würde meistens erst, wenn die Straße erneuert werden muss. Gemeinden könnten in Vorleistung gehen, aber „das muss man sich auch leisten können“, so Bürgermeister Josef Wecker. Kritisiert wurden auch die Bedingungen der Förderung. Schmid forderte die Landespolitik: „Wenn Bayern Radl-Land werden will, muss auch der politische Wille da sein.“

Ausbau der Ortsdurchfahrt Unterbergen: Gemeinde geht in Vorleistung

Ortsdurchfahrt: Die Gemeinde wird mit den Planungsleistungen zum Ausbau der Kreisstraße der Ortsdurchfahrt Unterbergen in Vorleistung gehen, um ausreichend Zeit für die Vorbereitung der Baumaßnahme und einen eventuell erforderlichen Grunderwerb zu haben. Dasselbe Vorgehen wurde beim Ausbau der Ortsdurchfahrt Schmiechen praktiziert.

Der Bürgermeister wurde beauftragt, für die Planungsleistungen von drei Ingenieurbüros Angebote einzuholen.

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