Newsticker
Kanzlerin Merkel stellt sich hinter Armin Laschets Vorstoß für einen "Brücken-Lockdown"
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Rotary-Kulturförderpreis: Werke werden in Mering ausgestellt

Mering

27.01.2020

Rotary-Kulturförderpreis: Werke werden in Mering ausgestellt

Auch Preisträgerin Lena Schwegler (hinten links) und Jurymitglied Prof. Eberhard Hilbich waren bei der Eröffnung der Ausstellung zum Kunstförderpreis anwesend.
Foto: Heike John

Die Raiffeisenbank Kissing-Mering zeigt die Werke der Preisträger des Rotary-Kulturförderpreises. Warum die Bank in der finanziellen Unterstützung eine Investition sieht.

Einen Handyladen muss es natürlich geben an dem Ort, den Lena Schwegler unter dem Motto „Meine Straße“ in Filzstift zu Papier gebracht hat. Die Realschülerin aus Wessiszell reihte zudem eine Kita, eine Eisdiele und einen Zoo entlang ihrer imaginären Straße und natürlich dürfen die Stellplätze für E-Scooter nicht fehlen. Das Bild der jungen Künstlerin ist derzeit zusammen mit den Werken der weiteren Preisträger in der Meringer Geschäftsstelle der Raiffeisenbank ausgestellt. Dort sind für zwei Wochen die Ergebnisse des Kulturförderpreises zu sehen, den der Friedberger Rotary Club im vergangenen Jahr erstmals ausgelobt hat.

Die feierliche Siegerehrung fand bereits im November im Friedberger Schloss statt. Nun hat die Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich in der kleinen Schau die prämierten Arbeiten zu Gemüte zu führen und sich auch über die Beweggründe und Modalitäten der Preisausschreibung zu informieren.

Ausstellung in Mering: Junge Menschen abseits der Schule erden

„Abseits des Sports bleiben uns die Hobbys junger Menschen oft verborgen“, erklärte Gisela Klaus bei der Ausstellungseröffnung. Dabei seien die Freizeitbeschäftigungen oft ein wertvoller Anker, um einen jungen Menschen abseits der Schule zu erden und ihm Befriedigung zu geben, weiß die langjährige Pädagogin. Inzwischen ist sie im Ruhestand und derzeit Präsidentin des Rotary Clubs in Friedberg.

Dort machte man sich vor rund drei Jahren Gedanken, wie die Rotarier ihr Grundprinzip des Engagements für die Gemeinschaft auch in der Region verstärkt zum Einsatz bringen könnten. Die Idee zur Auslobung eines jährlichen des Kulturförderpreises in den Sparten Musik, Künstlerische Gestaltung und Literatur fand auch bei der Raiffeisenbank Kissing-Mering großen Anklang. „Verschiedene Aspekte haben uns bewogen, den Preis mit jährlich 5000 Euro zu unterstützen“, erklärte Vorstand Peter Burnhauser dem Publikum bei der Vernissage. Der Wettbewerb sei ein leistungsfördernder Anreiz und der regionale Bezug durch die teilnahmeberechtigten Jugendliche aus dem Kerngeschäftsgebiet gegeben. Zudem seien Investitionen in die Bildung junger Menschen besonders lohnend und zwar auch dann, wenn sich die Rendite nicht ökonomisch fassen lasse, betonte der Banker. Im Vordergrund stünden die persönlichen Früchte für jeden einzelnen, seine Talente bestmöglich zu entwickeln und im Idealfall für die Menschen der Umgebung Anregung und Freude zu vermitteln.

Dies war der Fall, als die beiden jungen Gitarristen Jonathan Braun und Jacob Kramer die Ausstellung in der Raiffeisenbank mit fetziger klassischer Musik umrahmten. Die beiden 13- und 14-Jährigen sind Preisträger in der Sparte Musik und begeisterten ihr Publikum mit enormer Hingabe und Konzentration bei ihrem Vorspiel.

In Friedberg wurden sechs junge Menschen prämiert

Insgesamt wurden im November in Friedberg sechs junge Musiker prämiert, die sich zuvor mit einem Solostück in Form eines Audiofile beworben hatten. Die Namen der jungen Musiktalente finden sich in der Ausstellung genauso wie die Texte, mit denen sich die Literaturpreisträger die ersten Plätze sicherten. Die Vorgabe lautete ein Text zum Thema „Hinter der Türe“ und ausgezeichnet wurden vier junge Teilnehmer, die sich schriftstellerisch durch die Türe wagten. Franziska Wackerl aus Stätzling etwa, die eine junge Putzfrau durch den goldenen Vorhang im Putzmittelschrank hindurch half und sie in eine neue Rolle begleitete.

Die 17-jährigen Anna Marie Mayr aus Dasing steuerte ein expressionistisches Bild bei. „Ich war an einem schwierigen Punkt auf meinem Weg und das habe ich mit dem Pinsel auch ausgedrückt“, erklärte die jetzige Schülerin der Fachoberschule bei der Ausstellungseröffnung. „Ein typisches Pubertätsbild“ nennt Gisela Klaus das mit dem zweiten Preis dotierte Kunstwerk.

Rotary-Präsidentin Gisela Klaus freute sich, zusammen mit den Musikpreisträgern Jonathan Braun links und Jacob Kramer die kleine Ausstellung zum Kunstförderpreis zu eröffnen.
Foto: Heike John

Noch unbeeindruckt von solchen Probleme zeigte sich der fast sechsjährige Julius, der sich in Begleitung seines Opas Eberhard Hilbich die Bilder anguckte. Diese konnte seinem kleinen Enkel einiges an Hintergrund zu den Werken liefern, denn er war als Architekturprofessor fachliches Mitglied der Jury. Auch er schwärmten von den tiefgründigen Arbeiten der jungen Künstler und hofft zusammen mit den Organisatoren, dass die Schulen ihre Schüler in den kommenden Jahren zur Teilnahme am Kulturförderpreis des Rotaryclubs künftig noch mehr ermutigen.

Das ist der Förderpreis Junge Kunst

Der Förderpreis Junge Kunst soll jährlich für die nächsten zehn Jahre ausgelobt werden. Das Preisgeld von 5000 Euro übernimmt die Raiffeisenbank Kssing-Mering. Voraussetzung zur Teilnahme ist ein Alter zwischen elf und 17 Jahren. Der Wohn- oder Schulort muss im Einzugsgebiet der Raiffeisenbank Kissing-Mering sein. Bewerbungsbeginn für die zweite Runde ist nach Ostern. Plakate und Ausschreibungstexte werden den Schulen nach Ostern zugesandt. Die Preisverleihung 2020 findet in der Woche nach den Herbstferien statt. Dieses Mal ist das Meringer Gymnasium Veranstaltungsort, da das Friedberger Schloss aufgrund der Landesausstellung belegt ist. Die Internetadresse: www.junge-kunst-rc-friedberg.de.

Die Ausstellung zum Kulturförderpreis Junge Kunst des Rotary Clubs Friedberg mit Unterstützung der Raiffeisenbank Kissing Mering ist bis zum Freitag, 7. Februar, in den Räumen der Meringer Raiffeisenbank-Geschäftsstelle zu sehen. Im Anschluss geht sie nach Kissing weiter und ist dort zunächst für zwei Wochen bis 21. Februar im Rathaus ausgestellt sowie danach für weitere zwei Wochen bis zum 6. März in der Kissinger Geschäftsstelle der Raiffeisenbank.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren