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Tiere in Friedberg

14.08.2019

Sachsengold und Kleinsilber bei den Kaninchenzüchtern

Eine Kaninchenmutter und ihr Jungtier der Rasse Kleinsilber gelb genießen den Garten. 
Bild: Vanessa Polednia

Am Wochenende findet die Jungtierschau des Friedberger Kaninchenzuchtvereins auf der Anlage an der Augsburger Straße statt. Was dieses Hobby so faszinierend macht.

Herrmann Huber ist seit elf Jahren Kaninchenzüchter und Zweiter Vorsitzender des Friedberger Kaninchenzuchtvereins B244. Während das für manche nach einem recht langweiligen Hobby klingen mag, leuchten die Augen von Züchter Huber, wenn er von der Kaninchenzucht spricht.

An diesem Wochenende findet einer der Höhepunkte des Jahres für den Kaninchenzuchtverein statt: die Jungtierschau. Schon einige Tage zuvor stehen die Ausstellungskäfige vor dem Vereinsheim bereit.

Am Samstag wird entschieden, welchen Züchtern ein besonders guter Wurf gelungen ist. Das heißt, welche Jungtiere – unter Berücksichtigung des jeweiligen Alters – der Idealform ihrer Rasse am besten entsprechen. So führt zum Beispiel ein fehlender Überbiss zu Punkteabzug.

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Immer näher ans Ideal

Dass Kaninchen dem punktebringenden Ideal entsprechen, kann nur teilweise vom Menschen gesteuert werden. Herrmann Hubers Taktik: „Ich kaufe passende Rammler von anderen Züchtern, um Inzucht zu vermeiden und näher an das Ideal zu kommen.“

Mit dieser bewährten Methode hatte er schon oft Erfolg. Denn die Gene der Rammler, also der männlichen Kaninchen, werden zu 70 Prozent an die Jungtiere weitergeben. Damit lasse sich bei der eigenen Zucht experimentieren. Der Rest sei Sache der Natur.

Seine Kaninchen mit dem schönen Namen „Sachsengold“ sind Hubers ganzer Stolz. Für die goldgelbe Kaninchenart hat er sich aufgrund ihres ruhigen Wesens entschieden. Das schönste an seinem Hobby? „Den Jungtieren beim Heranwachsen zuzusehen, ist wunderbar“, schwärmt der 62-Jährige. Und wenn mal wieder eine von bis zu acht Geburten im Jahr in seinen Gehegen ansteht, ist der erfahrene Züchter noch immer aufgeregt.

Am Sonntag kann man in Friedberg die Kaninchen kaufen

Auch auf die Jungtierschau freue man sich im Kaninchenzuchtverein B244 besonders. Vor allem Kinder und ältere Menschen, die sich durch die Karnickel in ihre Kindheit zurückversetzt fühlen, seien von den Tieren verzückt. Die Besucher können am Sonntag sogar einige der Tiere erstehen. Und wer Interesse an der Zucht von Kaninchen hat oder für die eigenen Haustiere Tipps benötigt, kann sich an die erfahrenen Züchter wenden.

Der Friedberger Kaninchenzuchtverein hat insgesamt zehn aktive Mitglieder und acht Parzellen, die an die Kleingartenanlage entlang der Augsburger Straße grenzen. Züchter Richard Minderlein ist einer von ihnen. Seine Parzelle sieht aus wie ein typischer, gepflegter Schrebergarten – nur das sich einige Kaninchenställe in der Holzhütte verstecken.

So hält man die Tiere richtig

Beim Wettbewerb wird er mit seinen Kaninchen der Rasse „Kleinsilber gelb“ antreten. Insgesamt werden um die 13 Kaninchenrassen von Züchtern aus der Region vertreten sein. Zweiter Vorsitzender Herrmann Huber betont, dass es dabei nicht um eine Dressur der Kaninchen ginge. Wichtig seien für die Bewertung nur Zeichen von guter Haltung.

Und gute Haltung bedeutet viel Verantwortung. Die Kaninchen müssen täglich gefüttert werden, die Ställe werden regelmäßig gesäubert. Streicheinheiten dürfen natürlich auch nicht fehlen. Für die Züchter ist das aber nicht mit Arbeit verbunden. „Es ist eine große Freude, sich mit den Tieren zu beschäftigen“, sagt Huber. Diese Liebe zum Tier verbindet die Mitglieder des Friedberger Vereins.

Die Öffnungszeiten in Friedberg

Die Jungtierschau findet am Samstag, 17. August, in Friedberg, Augsburger Straße 19, ab 14 Uhr statt. Die Sieger werden um 19 Uhr bekannt gegeben. Am Sonntag haben die Besucher die Möglichkeit, die Kaninchenausstellung von 9 bis 16 Uhr zu besuchen.

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