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Riedsirchen

08.09.2019

Sirchenried freut sich über die neue Ortsmitte

Sirchenried
3 Bilder
Die neue Sirchenrieder Ortsmitte mit einem Fundament für den Maibaum, einem barrierefreien Zugang zur Kirche und der Sanierung des Kriegedenkmals wurde feierlich eingeweiht.
Bild: Christine Hornischer

Bei der Einweihung des Platzes lobt Bürgermeister Erwin Gerstlacher den Einsatz der Anwohner. Wie die sich in das Projekt einbringen konnten.

Die Ortsmitte in Sirchenried, die im Rahmen der Dorferneuerung neugestaltet worden war, ist nun eingeweiht worden.

Offizialatsrat Alexander Lungu, der die neue Ortsmitte segnete, hatte die Szene vor Augen, wie der Krieg zu Ende ging und alle Menschen gemeinsam sangen „Lobet den Herrn“. Bei diesem Lied hätte jedermann die Gewissheit, dass Gott anwesend sei, so der Geistliche. Zudem sagte er: „Den meisten von uns ist der Frieden selbstverständlich, doch der Friede beginnt im Kleinen. Und immer, wenn ich hier am Dorfplatz vorbeigehe und vielleicht verweile, sollte ich mich fragen: Und was trage ich bei?“

Sirchenrieder wollten die Ortsmitte schon lange neu gestalten

Auf die Anfänge im Sommer 2017 blickte Rieds Bürgermeister Erwin Gerstlacher zurück. Schon lange sei es der Wunsch der Sirchenrieder Bürger gewesen, den Platz in der Ortsmitte neu zu gestalten. Die Kirche St. Nikolaus sollte einen barrierefreien Zugang erhalten und die Stützmauer vor der Kirche, die brüchig und unansehnlich geworden war, in dem Zuge der Baumaßnahmen erneuert worden. Auch sollte das Kriegerdenkmal am Kirchvorplatz, das immer im Schatten stand und somit auch immer feucht war, saniert werden.

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Die Gemeinde hatte anhand einer Bürgerinformation vor Ort herausgefunden, was sich die Bürger genau „in ihrer Dorfmitte“ wünschten. Die Pläne für die Dorferneuerung waren dahingehend auch umgestaltet worden, so das Gemeindeoberhaupt.

So war der barrierefreie Zugang zur Kirche auf die Ostseite verschoben worden. „Die Bürgerbeteiligung in Sirchenried war von Anfang an sehr hoch“, freute sich Gerstlacher. „Ihr wart nicht nur bei der Planung dabei, sondern habt in Eigenleistung das Dach des Kriegerdenkmals erneuert.“

Besonders dankte er Josef Kölnsperger, der die Dachplatten gespendet hatte, und Hans Erhard, der die Denkmalspitze auf Eigenkosten restaurieren ließ. Die Bepflanzung hatte der Gartenbauverein Ried mit seinem Vorsitzenden Gerhard Süßmeir übernommen. „Hoffentlich übernehmen die das noch längere Zeit“, witzelte Gerstlacher.

In Sirchenried werden noch weitere Arbeiten umgesetzt

Wie bereits berichtet, hatte der Rieder Ortsteil für die Neugestaltung des Kirchenzugangs und die Sanierung des Kriegerdenkmals eine Förderung in Höhe von etwa 40.000 Euro erhalten.

Auf Anraten von Baudirektor Ludger Klinge vom Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben war die Maßnahme als eine sogenannte einfache Dorferneuerung gefördert worden. Die Kosten der gesamten Baumaßnahmen belaufen sich auf rund 90.000 Euro. Zusätzlich wurde auf der Ostseite der Dorfmitte ein Maibaumfundament errichtet. Dabei habe besonders die Feuerwehr Sirchenried tatkräftige und auch finanzielle Unterstützung geleistet. Somit seien die kalkulierten Kosten von 75.000 Euro mit dem Maibaumfundament und einem zusätzlichen Weg auf der Westseite, den das Amt gefordert hatte, eine Punktlandung gewesen, freute sich Gerstlacher.

Die Bauarbeiten seien aber noch nicht abgeschlossen. Noch in diesem Jahr werden in Sirchenried die Straßenbeleuchtung und die Glasfaseranschlüsse weitestgehend umgesetzt. „Die Erneuerung in Sirchenried war für mich ein Projekt, das mit viel Eifer und Engagement angegangen wurde“, sagte der Bürgermeister. „Aber es war nicht ganz leicht umzusetzen, da es viele verschiedene Ansichten gab.“ Dann fügt er aber mit einem Augenzwinkern hinzu: „Ich habe aber in meiner Amtszeit gelernt, dass verschiedene Meinungen auch etwas Positives bedeuten können.“

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