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Aichach-Friedberg

31.07.2020

Umweltskandal an der Ach? Gemeinde Kissing wehrt sich gegen Vorwürfe

Mühlenbesitzer beschuldigen die Gemeinde Kissing, durch fehlerhafte Baggerarbeiten das Flussbett beschädigt zu haben. Hinzu kommen Ableitungen. Für die Mühlenbesitzer sei das existenzbedrohend. Nun besteht Verdacht auf eine Straftat, die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Video: Edigna Menhard

Plus Gibt es einen Umweltskandal an der Friedberger Ach? Und trifft die Gemeinde Kissing die Schuld? Der Bürgermeister nimmt Stellung.

Reinhard Gürtner, seit 2019 Kissinger Bürgermeister, nimmt Stellung zu den Maßnahmen am Hagenbach.

„Der Hagenbach hat in der Vergangenheit immer wieder Probleme durch Eisstau und Verschlammung gemacht. Um diese Situation zu verbessern, wurden 2018 Unterhaltungsmaßnahmen beauftragt. Diese wurden allerdings in der Ausführung so umfangreich vorgenommen, dass das Maß einer normalen Unterhaltungsmaßnahme überschritten wurde. Insoweit stellte dies einen Eingriff in die Natur dar, den die Gemeinde zu verantworten hat.“

Gemeinde Kissing muss "Wiedergutmachung" leisten

Laut Gürtner hat das Landratsamt Aichach-Friedberg die Gemeinde verpflichtet, durch ein Fachbüro die Schäden feststellen und kartieren zu lassen, um daraus die erforderlichen Maßnahmen zur „Wiedergutmachung“ festlegen zu können: „Die Kartierung wurde bereits im Februar im Landratsamt mit Fachplanern und Wasserwirtschaftsamt vorbesprochen; konkrete Maßnahmen sollten bis zum Sommer vorliegen, damit das Landratsamt die erforderlichen Maßnahmen anordnen kann. Hierüber sollten dann die Betroffenen unterrichtet werden. Die Durchführung ist für Herbst/Winter 2020 vorgesehen.“

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Gürtner sieht andere Ursachen für den sinkenden Pegel: „Der Wasserspiegel unterliegt verschiedenen Einflüssen wie Witterung, Biberbauten etc. Nicht zutreffend ist, dass durch den vorgenannten Eingriff die Sohle verletzt wurde und das Wasser ins Grundwasser versickert. Dies wurde uns vom Wasserwirtschaftsamt bestätigt.“

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